Archiv für ‘Interview’ Kategorie

“Frauen werden die Freiräume nutzen”

Montag, 26. September 2011 von Redaktion FMNL
ADAC Berlin Brandenburg e.V.

Dorette König, Geschäftsführerin ADAC Berlin Brandenburg e.V. Foto: ADAC

Dorette König war viele Jahre im Vorstand einer Immobilienfirma, heute ist sie eine der ganz wenigen Frauen, die einem Automobilverein vorstehen. Im Interview mit FMNL spricht die Geschäftsführerin des ADAC Berlin Brandenburg über die Herausforderungen des demografischen Wandels in Brandenburg. “Die Menschen werden sich sehr viel stärker individuell überlegen müssen, wie sie ihr Leben organisieren”, sagt Dorette König, die mit ihrer Familie in Königs-Wusterhausen lebt. Außerdem gibt König Tipps, wie man sich als Frau in Männerdomänen durchsetzt: “Wenn ich ein Ziel hatte, habe ich versucht mir Allianzen zu suchen und Netzwerke aufzubauen, die mich diesem Ziel näher bringen. Genauso machen es die Männer!” Lesen Sie mehr in unserem großen FMNL-Interview mit Dorette König:

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“Macht bedeutet Autonomie”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

‘Anke Domscheit-Berg verlässt Microsoft und macht sich als Beraterin in Sachen Frauenförderung selbständig‘, lautete die Schlagzeile der letzten Woche. “Alles auf Anfang, das macht mir keine Angst, als eine, die aus dem Osten kommt”, zitierte die SZ die Berlinerin im Artikel “Frau mit Teflonschicht”. Wir wünschen Anke Domscheit-Berg viel Erfolg beim Neustart! Im FMNL-Interview zum Thema Führung erklärt Anke Domscheit-Berg u.a. welche Stereotype den Aufstieg von Frauen verhindern, was Frauen im Job zu Höchstleistungen motiviert, welche Statussymbole für eine Führungsfrau wichtig sind und wie Frauen ihren Hang zu Micromanagement besiegen.

Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg

Redaktion FMNL: Was treibt Sie persönlich an, im Job voran zu kommen?

Anke Domscheit-Berg: Ich denke, mein persönlicher Antrieb beruflich voranzukommen, ist sehr oft bei Frauen anzufinden. Ich glaube, dass Frauen meist ein komplett anderes Machtverständnis haben als der durchschnittliche Mann.

Für einen Durchschnittsmann bedeutet Macht, möglichst vielen Menschen sagen zu können, wo es lang geht, was sie tun und lassen sollen. Für eine Frau bedeutet Macht eher die Möglichkeit, weniger Menschen über sich zu wissen, die ihr sagen, was sie zu tun hat. Mehr Macht bedeutet für Frauen einen Gewinn an Autonomie, Freiheit und Unabhängigkeit. Viele Frauen wollen vor allem nach ihrem Sinn steuern und selbst etwas verändern können. Deshalb besetzen Frauen auch häufiger Stabspositionen, die zwar hierarchisch hoch angesiedelt sind und viel Einfluss ermöglichen aber denen nur wenige oder keine Mitarbeiter unterstellt sind. Männer hingegen sind eher in leitenden Positionen mit vielen Untergebenen zu finden.

FMNL: Was motiviert Frauen im Job zu Höchstleistungen? Was frustriert Frauen?

ADB: Was Frauen viel mehr antreibt als Männer ist öffentliche Anerkennung. Gleichzeitig vermissen sie gerade diese Anerkennung ganz besonders, eben weil sie diese seltener bekommen. Allerdings kümmern sie sich auch weniger als Männer darum. „Fishing for compliments“ im Job ist typisch für Männer.

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“Die Quote hat mir geholfen!”

Donnerstag, 3. Februar 2011 von Redaktion FMNL

“Die Quote hat auch mir geholfen” from Isabel Hempel on Vimeo.

In Norwegen sind dank einer gesetzlichen Quote in den Aufsichtsräten der Aktiengesellschaften und staatlichen Unternehmen 40 Prozent Frauen vertreten. Auch Torhild Barlaup, Chefin von Snape Drive, einem Autoreparaturbetrieb mit 175 Mitarbeitern in Norwegen, trifft Entscheidungen in zwei Aufsichtsräten. Bekommen hat die dreifache Mutter die Posten nicht zuletzt, weil Sie ihre Vorgesetzten ganz offen darauf ansprach: “Jetzt ist es Zeit für mich, Mitglied im Aufsichtsrat zu werden!” Wir trafen die dreifache Mutter in ihrem Büro in Oslo und sprachen mit ihr über die Vorteile der Quotenregelung und darüber, wie sie sich auf ihre Aufgaben im Aufsichtsrat vorbereitet hat. Das Videointerview in englischer Sprache sehen Sie in unserem Blog.

Lesen Sie hier deutsche Übersetzung zum Film:

TORHILD BARLAUP: “Frauen fangen an zu glauben, dass eine Karriere möglich ist, wenn sie andere sehen, bei denen es funktioniert. Das ist sehr gut!
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“Wir wussten alle, das ist das Richtige”

Montag, 6. September 2010 von Redaktion FMNL

Die Wahlmagdeburgerinnen Eva-Luise Volkmann (30) und Grit Bümann (29) gründeten schon während ihres Studiums zusammen mit zwei Studienkollegen die Filmproduktionsfirma blende39. Als “Herzstück” ihrer Arbeit bezeichnen die Filmemacherinnen den Dokumentarfilm. Daneben haben sie sich auf die Produktion von Imagefilmen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Grit Bümann – gerade Mutter einer Tochter geworden – ist heute als freie Journalistin und Autorin in vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. für blende 39, tätig. Wir sprachen mit den jungen Frauen über ihre Karriere und was es für sie bedeutet, als Frau selbstständig zu sein.

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Eva-Luise Volkmann, Peter Bräunig und Grit Bümann (von links nach rechts)


FMNL: Was bedeutet der Name blende39? Mit Blende bezeichnet man eine Öffnung im Objektiv. Aber die Zahl 39?

E.L.V.: 39 ist die Postleitzahl von Magdeburg und der Region.
G.B.: Und dem Nördlichen Sachsen-Anhalt
E.L.V.: Richtig. Wir wollten den Regionalbezug betonen und es war der erste Name, den wir uns 2006 bei der Gründung gegeben haben. Wir werden diesen Namen bald ändern und etwas Neues daraus machen.

FMNL: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag von Filmemacherinnen aus?

E.L.V.: Als Selbstständige muss ich meinen Arbeitsalltag sehr viel konzentrierter strukturieren, als wenn ich einen festen Arbeitsplatz hätte. Die Strukturen muss ich mir selbst schaffen, keiner gibt sie vor.
G.B.: Der Tagesablauf enscheidet sich nach der anstehenden Arbeit. Da gibt es Schreibtischarbeit, oder man hat Termine oder steckt mitten in einem Projekt und dreht den ganzen Tag.
E.L.V.: Es kommt auch darauf an, ob man einen Image- oder Dokumentarfilm dreht. Beide Arten von Filmen erfordern einen langen Vorlauf an Recherche und inhaltlicher Arbeit. Vor allem geht es darum, zu schauen, wie sich das Projekt finanzieren lässt. Dieser Prozess kann sich über viele Monate ziehen. Sind die finanziellen Mittel dann da, geht es an die Drehplanung und Umsetzung.


FMNL: Sie haben beide an der Uni in Magdeburg Journalistik und Medienmanagement studiert und auch dort Ihre Firma gegründet. Warum sind Sie in Magdeburg geblieben? Was hat Magdeburg was andere Städte nicht haben?


E.L.V.: Dass wir in Magdeburg geblieben sind, war Zufall. Wir alle haben nicht direkt nach dem Abitur mit dem Studium begonnen, sondern haben zunächst Verschiedenes ausprobiert. Als wir von dem Studiengang Journalistik und Medienmanagment gehört haben, der damals neu gegründet worden war, hatten wir alle schnell das Gefühl, das ist das Richtige.
G.B.: Neben dem Studium und den Projekten innerhalb des Studiums erhielten wir immer auch Aufträge. Damit war für uns klar, in der Region gibt es einen Bedarf an Filmproduktionen. So haben wir bereits während des Studiums unsere Firma in Magdeburg gegründet.


FMNL: Warum haben Sie blende 39 schon während des Studiums gegründet?
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“Ostdeutsche Frauen trauen sich mehr zu”

Mittwoch, 28. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Am 4. November 2010 findet der III. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Frauenkarrieren in Ostdeutschland” in Leipzig statt. Im Interview via Skype: Die Autorin und Familienforscherin Gisela Erler, deren Unternehmen pme Familienservice die Tagung im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend realisiert.

“Viele Doktorantinnen haben hier Kinder”

Samstag, 10. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Kathrin Padberg-Gehle ist 34 Jahre alt, seit wenigen Monaten die jüngste Juniorprofessorin für Angewandte Mathematik an der TU Dresden und seit Kurzem Mutter einer kleinen Tochter. Wir sprachen mit der Wahldresdnerin über ihre Karriere und ihr Privatleben – und wie sich beides unter einen Hut bringen lässt.

Juniorprofessorin TU Dresden

Kathrin Padberg-Gehle, 34 Jahre, Juniorprofessorin TU Dresden – Foto: privat


FMNL: Frau Padberg-Gehle, Sie sind Juniorprofessorin für Angewandte Mathematik. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Kathrin Padberg-Gehle: Ich bin Hochschullehrerin, d.h. meine Aufgaben liegen in der Lehre und Forschung. Dazu gehören unter anderem die Vorbereitung und Veranstaltung von Seminaren und Vorlesungen sowie die Betreuung und Begutachtung von Master- und Doktorarbeiten.

Auch die Publikation von Forschungsergebnissen in Fachzeitschriften oder der Besuch von Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil meiner täglichen Arbeit.

Die – möglichst erfolgreiche – Beantragung von Forschungsprojekten spielt natürlich auch eine große Rolle. Die Stelle als Juniorprofessorin habe ich erst vor wenigen Wochen angetreten, sodass ich erst ganz am Anfang stehe – aber alle diese Aufgaben werden in naher Zukunft auf mich zukommen.

FMNL: Die Lehrstühle in der Uni sind immer noch größtenteils von Männern besetzt. Beobachten Sie das auch an Ihrem Institut? Wird der Fachbereich Mathematik von Professoren beherrscht?

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