Die Wahlmagdeburgerinnen Eva-Luise Volkmann (30) und Grit Bümann (29) gründeten schon während ihres Studiums zusammen mit zwei Studienkollegen die Filmproduktionsfirma blende39. Als “Herzstück” ihrer Arbeit bezeichnen die Filmemacherinnen den Dokumentarfilm. Daneben haben sie sich auf die Produktion von Imagefilmen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Grit Bümann – gerade Mutter einer Tochter geworden – ist heute als freie Journalistin und Autorin in vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. für blende 39, tätig. Wir sprachen mit den jungen Frauen über ihre Karriere und was es für sie bedeutet, als Frau selbstständig zu sein.

Eva-Luise Volkmann, Peter Bräunig und Grit Bümann (von links nach rechts)
FMNL: Was bedeutet der Name blende39? Mit Blende bezeichnet man eine Öffnung im Objektiv. Aber die Zahl 39?
E.L.V.: 39 ist die Postleitzahl von Magdeburg und der Region.
G.B.: Und dem Nördlichen Sachsen-Anhalt
E.L.V.: Richtig. Wir wollten den Regionalbezug betonen und es war der erste Name, den wir uns 2006 bei der Gründung gegeben haben. Wir werden diesen Namen bald ändern und etwas Neues daraus machen.
FMNL: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag von Filmemacherinnen aus?
E.L.V.: Als Selbstständige muss ich meinen Arbeitsalltag sehr viel konzentrierter strukturieren, als wenn ich einen festen Arbeitsplatz hätte. Die Strukturen muss ich mir selbst schaffen, keiner gibt sie vor.
G.B.: Der Tagesablauf enscheidet sich nach der anstehenden Arbeit. Da gibt es Schreibtischarbeit, oder man hat Termine oder steckt mitten in einem Projekt und dreht den ganzen Tag.
E.L.V.: Es kommt auch darauf an, ob man einen Image- oder Dokumentarfilm dreht. Beide Arten von Filmen erfordern einen langen Vorlauf an Recherche und inhaltlicher Arbeit. Vor allem geht es darum, zu schauen, wie sich das Projekt finanzieren lässt. Dieser Prozess kann sich über viele Monate ziehen. Sind die finanziellen Mittel dann da, geht es an die Drehplanung und Umsetzung.
FMNL: Sie haben beide an der Uni in Magdeburg Journalistik und Medienmanagement studiert und auch dort Ihre Firma gegründet. Warum sind Sie in Magdeburg geblieben? Was hat Magdeburg was andere Städte nicht haben?
E.L.V.: Dass wir in Magdeburg geblieben sind, war Zufall. Wir alle haben nicht direkt nach dem Abitur mit dem Studium begonnen, sondern haben zunächst Verschiedenes ausprobiert. Als wir von dem Studiengang Journalistik und Medienmanagment gehört haben, der damals neu gegründet worden war, hatten wir alle schnell das Gefühl, das ist das Richtige.
G.B.: Neben dem Studium und den Projekten innerhalb des Studiums erhielten wir immer auch Aufträge. Damit war für uns klar, in der Region gibt es einen Bedarf an Filmproduktionen. So haben wir bereits während des Studiums unsere Firma in Magdeburg gegründet.
FMNL: Warum haben Sie blende 39 schon während des Studiums gegründet?
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