Archiv für ‘Kunst & Kultur’ Kategorie

“Auf die richtigen Kontakte kommt es an!”

Dienstag, 19. Juli 2011 von Redaktion FMNL

Klinkenputzen beim Einzelhandel, Besuch von Messen und die Suche nach einem Hersteller: Bis ein Produkt in den Regalen der Geschäfte steht, ist es ein weiter Weg. Die Produktdesignerin Karola Richter kennt das. Vor zwei Jahren machte sich die 30-Jährige in Halle/Saale selbstständig und weiß: “Die richtigen Kontakte und Durchhaltevermögen sind unabdingbar.” Dabei ist es Karola Richter wichtig, dass die Produktion in der Region bleibt – doch nicht immer findet sie einen geeigneten Experten in ihrer Nähe. Dennoch kommt es für die junge Mutter nicht in Frage, ihr Geschäft an einem anderen Ort aufzubauen: “Ich will in meiner Region Arbeit schaffen und erhalten.” Welche Schritte es von der ersten Idee bis zum Platz im Markt bedarf, erklärt die Designerin in unserem Blog. Wir freuen uns, dass Karola Richter beim IV. Kongress FMNL in Leipzig einen Gesprächskreis moderieren wird:

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Produktdesignerin Karola Richter weiß: Wer erfolgreich im Job sein will, braucht die richtigen Kontakte

KAROLA RICHTER: “Ich, Karola Richter, bin Diplom-Produktdesignerin und habe während meines Studiums erste Erfahrungen nicht nur mit der Entwicklung von Produkten machen können. Durch ein Studienprojekt und einer guten Idee konnte ich mich in der seriellen Produktion, dem Verkauf und dem Umgang mit Kundenresonanz üben. Mein bisher erfolgreichster Artikel ist Falter, eine Blumenvase aus Polypropylenfolie.
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“Kreativität zeigt sich beim Anpacken”

Sonntag, 10. Juli 2011 von Redaktion FMNL

Janine Scharf ist freie Autorin und Mitbegründerin des Netzwerkes VisionBakery (www.visionbakery.de), einer Crowdfunding-Internetplattform: Hier können Künstler und Kreative ihre Projekte vorstellen, andere von ihren Ideen überzeugen und für die Umsetzung Geld sammeln.”Es gibt viele Menschen mit tollen Ideen, doch nur wenige davon werden umgesetzt”, sagt die Wittenbergerin. Als  die 27-Jährige selbst vor einiger Zeit ein Projekt verwirklichen wollte, doch schlicht und einfach das Geld fehlte, entstand die Idee der VisionBakery. Für den FMNL-Blog schreibt Janine Scharf darüber, warum es der Ideen von Visionären und Kreativen bedarf und welchen Teil die VisionBakery dazu beiträgt.

Janine Scharf, freie Autorin und Gründerin der der Crowdfundig-Plattform VisionBakery
Janine Scharf, freie Autorin und Mitbegründerin der VisionBakery

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“Eine Marke braucht früh ein Gesicht”

Sonntag, 10. Juli 2011 von Redaktion FMNL

Wer “Lydia in St. Petersburg” googelt, erhält über eine Million Treffer, darunter ein Blogbeitrag von Bag Obsession und eine MDR-Reportage über das Label und seine Inhaberin Susan Krieger. In einer alten Villa in Halle/Saale stellt die Textildesignerin edle Metalltapeten, Taschen und Accessoires für den weltweiten Luxusmarkt her. Die Siebdruckmanufaktur “Lydia in St. Petersburg” gründete Krieger schon während sie noch ihr Diplom an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein absolvierte. Seit dem arbeitet die junge Mutter einer kleinen Tochter kontinuierlich am Aufbau ihrer Firma. Wie wichtig das Erscheinungsbild einer Marke und eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit für den Erfolg eines Labels ist, erklärt die 34-Jährige in unserem Blog.

Susan Krieger druckt Tapeten für die Ewigkeit - Foto: Sylvie Weisshäupl

Susan Krieger druckt Tapeten für die Ewigkeit - Foto: Sylvie Weisshäupl

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“Wie ich mich kreativ durchs Leben rette”

Sonntag, 10. Juli 2011 von Redaktion FMNL

Ariane Jedlitschka wohnt in Leipzig. Sie ist Künstlerin, Mutter und seit 14 Jahren auf der Suche nach dem idealen Arbeitsplatz. Sie selbst sagt: „Seit sieben Jahren weiß ich, dass ich wohl niemals angestellt sein kann.“ Deshalb konzipiert sie nun eigenständig interdisziplinäre Kunstprojekte und stellt damit das Nebeneinander der Dinge in Frage. Im Westwerk Leipzig betreibt die 31-jährige die Kunstgalerie EEG (essential existence gallery). 2010 wurde ihr Unternehmen HAL (hybrid art lab) in einem bundesweiten Wettbewerb zu einem der 32 „Kultur- und Kreativpiloten Deutschlands“ gekürt. Im Verein „Helden wider Willen e.V.“ engagiert sich die Leipzigerin für einen freien Zugang zu Wissenschaft, Kultur und Bildung. Ihr aktuelles Projekt ist ein europäisches Bildungs- und Filmprojekt: “Supermom Kick-Offfindet derzeit in fünf europäischen Ländern statt und fördert die Sichtbarkeit alleinerziehender Eltern und ihrer Kinder in den Medien.

Ariane Jedlitschka und Matthias Petzold auf dem 1. Netzwerktreffen in Leipzig  im Rahmen ihres neuen Vernetzungsprojektes UTOPIA ATTRAKTOR

Ariane Jedlitschka und Matthias Petzold auf dem 1. Netzwerktreffen in Leipzig im Rahmen ihres neuen Vernetzungsprojektes UTOPIA ATTRAKTOR

ARIANE JEDLITSCHKA: Wie ich mich kreativ durchs Leben rette.

Ich war Guttenberg! Ich kopierte aus Angst zu Versagen.
Ich kaufte mir was ich nicht konnte. Ich war erwachsen.

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“Ohne Netzwerk geht gar nichts!”

Sonntag, 10. Juli 2011 von Redaktion FMNL

“Viele Ideen und Projekte sind einfach zu gut, um an schlechtem Management oder chronischem Geldmangel zu scheitern”, sagt Angela Straube, Kulturmanagerin aus Leipzig. Um Künstler und ihre Arbeit zu unterstützen, machte sich die 36-jährige 2009 in Leipzig selbstständig und gründete die Agentur “FrauStraube” (www.fraustraube.de). Die Idee: Aus einem reichen Portfolio an Künstlern und Werken können Interessierte eine Auswahl treffen und Kunst mieten. Am Ende entscheidet der Mieter, ob die Werke in seinen Besitz oder zurück an “FrauStraube” gehen. Das Mietmodell gibt Kunstinteressierten die Möglichkeit, Werke regelmäßig auszutauschen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Die Künstler wiederum werden unterstützt und finden leichter Käufer. “Die meisten Aufträge kommen jedoch über ein funktionierendes Netzwerk zustande”, weiß Angela Straube. Für FMNL-Blog schreibt sie darüber, wie man ein erfolgreiches Netzwerk aufbaut und warum die besten Kontakte bei einem Glas Wein geknüpft werden.

Angela Straube in ihrer Leipziger Agentur "FrauStraube"

Angela Straube in ihrer Leipziger Agentur "FrauStraube"

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Die Sammlerin, die Jägerin…

Donnerstag, 9. September 2010 von Redaktion FMNL


About Hunt and Gathering – Foto: Sylvie Weisshäupl

About Hunt and Gathering – Foto: Sylvie Weisshäupl

Das Bild einer schwangeren Jägerin wählt die Berliner Fotografin Sylvie Weisshäupl, – die im letzten Jahr eine Postkartenserie für “Frauen machen Neue Länder – Stark durch die Krise” fotografierte – als “ideale Darstellung des Ausbruchs aus traditionellen Geschlechterrollen“. Sie überzeugte damit beim Fotowettbewerb “Schwanger schafft leben“.

Die Jury würdigte ihre Fotografie mit dem Sieg: “Das Gewinnerbild erzeugt durch verschiedene Blickwinkel innerhalb des Bildes Spannung und schafft Kontroversen. Einerseits wirkt es durch seine Bildkomposition und Farbgebung wie ein historisches Gemälde, andererseits bringt die Schwangere als Jägerin mit einem erlegten Tier bisherige Weltbilder durcheinander. Die moderne Frau ist nicht mehr nur Sammlerin, sondern auch Jägerin. Es ist ein Bild, das eine Geschichte erzählt, zum Nachdenken anregt und beim Betrachten auch Empören kann.”


Sehen Sie hier die siebenteilige Postkartenserie zum Kongress “Frauen machen Neue Länder – Stark durch die Krise” 2009


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“Wir wussten alle, das ist das Richtige”

Montag, 6. September 2010 von Redaktion FMNL

Die Wahlmagdeburgerinnen Eva-Luise Volkmann (30) und Grit Bümann (29) gründeten schon während ihres Studiums zusammen mit zwei Studienkollegen die Filmproduktionsfirma blende39. Als “Herzstück” ihrer Arbeit bezeichnen die Filmemacherinnen den Dokumentarfilm. Daneben haben sie sich auf die Produktion von Imagefilmen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Grit Bümann – gerade Mutter einer Tochter geworden – ist heute als freie Journalistin und Autorin in vielen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. für blende 39, tätig. Wir sprachen mit den jungen Frauen über ihre Karriere und was es für sie bedeutet, als Frau selbstständig zu sein.

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Eva-Luise Volkmann, Peter Bräunig und Grit Bümann (von links nach rechts)


FMNL: Was bedeutet der Name blende39? Mit Blende bezeichnet man eine Öffnung im Objektiv. Aber die Zahl 39?

E.L.V.: 39 ist die Postleitzahl von Magdeburg und der Region.
G.B.: Und dem Nördlichen Sachsen-Anhalt
E.L.V.: Richtig. Wir wollten den Regionalbezug betonen und es war der erste Name, den wir uns 2006 bei der Gründung gegeben haben. Wir werden diesen Namen bald ändern und etwas Neues daraus machen.

FMNL: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag von Filmemacherinnen aus?

E.L.V.: Als Selbstständige muss ich meinen Arbeitsalltag sehr viel konzentrierter strukturieren, als wenn ich einen festen Arbeitsplatz hätte. Die Strukturen muss ich mir selbst schaffen, keiner gibt sie vor.
G.B.: Der Tagesablauf enscheidet sich nach der anstehenden Arbeit. Da gibt es Schreibtischarbeit, oder man hat Termine oder steckt mitten in einem Projekt und dreht den ganzen Tag.
E.L.V.: Es kommt auch darauf an, ob man einen Image- oder Dokumentarfilm dreht. Beide Arten von Filmen erfordern einen langen Vorlauf an Recherche und inhaltlicher Arbeit. Vor allem geht es darum, zu schauen, wie sich das Projekt finanzieren lässt. Dieser Prozess kann sich über viele Monate ziehen. Sind die finanziellen Mittel dann da, geht es an die Drehplanung und Umsetzung.


FMNL: Sie haben beide an der Uni in Magdeburg Journalistik und Medienmanagement studiert und auch dort Ihre Firma gegründet. Warum sind Sie in Magdeburg geblieben? Was hat Magdeburg was andere Städte nicht haben?


E.L.V.: Dass wir in Magdeburg geblieben sind, war Zufall. Wir alle haben nicht direkt nach dem Abitur mit dem Studium begonnen, sondern haben zunächst Verschiedenes ausprobiert. Als wir von dem Studiengang Journalistik und Medienmanagment gehört haben, der damals neu gegründet worden war, hatten wir alle schnell das Gefühl, das ist das Richtige.
G.B.: Neben dem Studium und den Projekten innerhalb des Studiums erhielten wir immer auch Aufträge. Damit war für uns klar, in der Region gibt es einen Bedarf an Filmproduktionen. So haben wir bereits während des Studiums unsere Firma in Magdeburg gegründet.


FMNL: Warum haben Sie blende 39 schon während des Studiums gegründet?
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Buchtipp: “Die DDR und ihre Töchter”

Donnerstag, 8. Juli 2010 von Redaktion FMNL


Was ist dran, wenn vom spezifischen Selbstbewusstsein der DDR-Frauen gesprochen
wird? Stimmt es überhaupt, dass sich Frauen aus dem Osten anders definierten als ihre
westlichen Schwestern? Waren sie emanzipiert? Und wenn ja, was ist zwanzig Jahre
nach den grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen davon geblieben? Die 1976 in München geborene Journalistin Claudia Wagner wirft in ihrem Buch “Die DDR und ihre Töchter” einen Blick auf die Lebenssituation der Frauen in Ostdeutschland vor 1989.


Die DDR und ihre Töchter

Die Autorin Claudia Wangerin betrachtet das Wechselverhältnis von frauenemanzipatorischen Bewegungen und sozialen Voraussetzungen. Sie zieht historische Fakten aus der frühen proletarischen Frauenbewegung hinzu und benennt die juristischen Grundlagen der DDR-Frauenpolitik.

Nicht alles, was sich im Vergleich zur heutigen Situation als Fortschritt darstellt, wurde damals als solcher empfunden. Erst in der Rückschau, in Interviews, die die Autorin führte mit Frauen, die in beiden Staaten leben und arbeiten, wird deutlich: vieles, was als gegeben galt, ist heute nicht durchsetzbar, muss erkämpft werden.

Denn nicht um Rückblick und Rekonstruktion geht es ihr, sondern um die Frage: Kann uns das Verständnis dessen, was in der DDR mit und für die Frauen geschah, Denkanstöße und Antworten in Bezug auf die Gleichstellung der Frau für die heutige Gesellschaft liefern? (Quelle: Pressetext des Eulenspiegel-Verlags Berlin)

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Sind Frauen die besseren Teamplayer?

Mittwoch, 30. Juni 2010 von Redaktion FMNL


Passend zur WM präsentieren die Künstlerinnen Friederike Rückert und Jill Teichgräber auf Ostfrauen_Blog ihren “Unterwasserfrauenfussballfilm” und fragen:

Sind die Frauen die besseren Team-Player?


In der Videoarbeit “Abseits” (2006) wird unter erschwerten Bedingungen gestrampelt, gerannt und getreten – bis das Tor fällt. Doch da es nur ein Team gibt, bedeutet das Tor den Sieg aller, die mitgestrampelt haben…

ABSEITS, D 2006, von Friederike Rückert und Jill Teichgräber