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Wille zur Unabhängigkeit tief verankert

Dienstag, 29. Juni 2010 von Redaktion FMNL

Ostdeutsche Frauen erwirtschaften häufiger ihren Lebensunterhalt selbst. Die Hausfrauenehe ist nahezu bedeutungslos. In Partnerschaften haben mehr Paare gleich hohe Einkommen als im Westen der Republik. Das zeigen die Ergebnisse einer im Juni 2010 veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung.


Die Zahl der Paar-Haushalte, in denen beide Partner ungefähr gleich viel zum Einkommen beitragen, ist in Ostdeutschland mit rund 44 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland (rund 28 Prozent). Sie ist in den letzten 20 Jahren in den neuen Ländern praktisch unverändert geblieben, während sie im Westen etwas anstieg. Die übergroße Mehrheit der ostdeutschen Frauen ist wirtschaftlich für sich selbst verantwortlich.

Die Hausfrauenehe ist fast bedeutungslos. Bei knapp drei Viertel aller Paare in Ostdeutschland sind beide Partner erwerbstätig. Teilzeitarbeit spielt für Frauen im Osten ebenfalls eine geringere Rolle als im Westen. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall unterscheiden sich damit Paare in Ost- und Westdeutschland beim Erwerbsverhalten deutlich. Das zeigt eine Untersuchung von Dr. Christina Klenner, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.

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