Archiv für ‘Wiedereinstieg in den Beruf’ Kategorie

Ohne Frauen geht es nicht mehr!

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion FMNL

In dieser Blogausgabe möchten wir Ihnen drei Frauen aus Brandenburg vorstellen, die sich viele Jahre lang ausschließlich Familie und Kindern gewidmet haben und jetzt mit viel Energie und Erfolg zurück ins Berufsleben streben. Fernsehjournalistin Britta Quindt startet nach 10 Jahren Berufspause neu als Drehbuchautorin, Shiyue Berthold fand nach langer Familienauszeit eine Stelle im Rechnungswesen bei BASF Berlin und Gabi L. verwirklicht ihren Wunsch, als selbstständige Grafikdesignerin Fuß zu fassen. Alle drei Frauen fanden mit Hilfe der Zeuthener Akademie für Weiterbildung (ZAK) in Wildau zurück in den Beruf. Die Wildauer Akademie macht Wiedereinsteigerinnen im Rahmen des Aktionsprogrammes “Perspektive Wiedereinstiegs” des BMFSFJ  fit für den Job – Grund genug, ZAK und das Aktionprogramm Perspektive Wiedereinstieg in dieser Ausgabe einmal näher vorzustellen.

IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen”


Wir werden immer älter, wir werden immer weniger – die demografische Wende ist schon heute in vielen Regionen Ostdeutschlands deutlich spürbar, sei es, weil Unternehmen es schwer haben, qualifiziertes Personal zu finden, sei es, weil die Grundschule in unmittelbarer Nähe plötzlich schließt oder der Bus noch seltener die nächste Stadt ansteuert. Den Herausforderungen des demografischen Wandels widmen wir uns beim  IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen” am 27. Oktober 2011 in Leipzig, im Mediencampus Villa Ida. Wieder richten wir den Blick auf die vielen Kräfte und Ressourcen, die insbesondere die Frauen in den Neuen Ländern bereit stellen: Dynamische Frauen, die ganz selbstverständlich eine aufstiegsorientierte Berufslaufbahn anstreben und starke Antworten auf die neuen Fragen finden. Denn oft sind es die Frauen, die in wandelnden Regionen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und ihre Konzepte erfolgreich umsetzen. Die Anmeldung zur Tagung ist ab Anfang Juli 2011 möglich.

Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ sind gefragt


Unsere neue Studie untersucht, inwieweit durch den demografischen Wandel Politik, Verwaltung und Wirtschaft zunehmend “femininer” werden und Frauen neue Freiräume für sich erschließen und nutzen. Denn trotz aller Herausforderungen bieten viele Regionen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen. Hier leben – wie wir in den vergangenen Studien gezeigt haben – selbstbewusste und starke Frauen, die die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Neuen Bundesländer maßgeblich gestalten.

Mit unserer Online-Befragung möchten wir Frauen ansprechen, die in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländer – egal ob im Dorf oder in der Stadt – leben. Wir suchen Frauen, die Herausforderungen angepackt und die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt haben. Ihre Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ möchten wir aufzeichnen, nacherzählen und dadurch sichtbar machen. Widmen Sie uns 10 Minuten Ihrer Zeit und nehmen Sie an unserer Befragung teil! Die Ergebnisse der Befragung werden auf dem IV. Kongress in Leipzig den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und der Medienöffentlichkeit präsentiert.

(Zum Lesen der Beiträge bitte runter scrollen!)

Entschlossene Wiedereinsteigerinnen in den Job: Shiyue Berthold, Gabi L. und Britta Quindt – Fotos: privat

Entschlossene Wiedereinsteigerinnen in den Job: Shiyue Berthold, Gabi L. und Britta Quindt – Fotos: privat

Berufsrückkehr rechnet sich!

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion FMNL

Im Mai 2011 hat das Bundesfamilienministerium den Wiedereinstiegsrechner auf dem Lotsenportal des Aktionsprogrammes Perspektive Wiedereinstieg www.perspektive-wiedereinstieg.de freigeschaltet. Mit dem Rechner können Frauen und ihre Familien den wirtschaftlichen Vorteil eines Wiedereinstiegs in den Beruf nach einer Familienphase berechnen. Zugleich zeigen die Ergebnisse der neuen Studie ‚Zeit für Wiedereinstieg, Perspektiven und Potenziale’, dass ökonomische Motive heute deutlich wichtiger sind als “Selbstverwirklichung”, wenn es um die Entscheidung geht, wieder in den Beruf einzusteigen. Konkrete Hilfe erhalten Berufsrückkehrerinnen im Rahmen der Angebote des Aktionsprogramms “Perspektive Wiedereinstieg” des BMFSFJ.

Der Wiedereinstiegsrechner zeigt anhand weniger Angaben die finanziellen Perspektiven eines Wiedereinstiegs in den Beruf auf. Realitätsnah wird errechnet, welches Einkommen bei einem beruflichen Wiedereinstieg in verschiedenen Berufen und Branchen zu erwarten ist. Außerdem wird gezeigt, welchen Einfluss die zukünftige Gehaltsentwicklung auf die Rente nimmt. Der Wiedereinstiegsrechner bietet zudem einen Zugang zu den Tarifdatenbanken des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung.

Dass im Vordergrund der Entscheidung, wieder in den Beruf einzusteigen, zumeist ökonomische Gründe stehen, zeigt die im Auftrag des BMFSFJ durchgeführte Untersuchung “Zeit für Wiedereinstieg – Potenziale und Perspektiven” des DELTA-Instituts und von Sinus Sociovision: Frauen, die sich nach einer längeren Erwerbsunterbrechung entscheiden beruflich wieder einzusteigen, tun dies vor allem aus Verantwortung für die materielle Existenzsicherung ihrer Familie und um der eigenen Alterssicherung willen.

Entscheidend ist die Hilfe des Partners


Diese ökonomischen Motive haben in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen. Als Barriere für einen perspektivreichen Wiedereinstieg hingegen erweist sich vor allem das Thema Zeit: In der Regel unterschätzen Frauen in der Phase des Wiedereinstiegs die Möglichkeiten zeitlicher Entlastung – sei es durch den (Ehe-)Partner, sei es durch externe haushaltsnahe Dienstleister. Die Studie zeigt auch: Männer von Wiedereinsteigerinnen unterschätzen oft die ökonomischen Motive ihrer Partnerinnen und unterstellen eher Motive der “Selbstverwirklichung”. Das erschwert die partnerschaftlichen Verhandlungen um die Neuaufteilung familiärer Aufgaben. Lesen Sie weiter… »

“Ich blicke optimistisch in die Zukunft!”

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion FMNL
Shiyue Berthold

Shiyue Berthold mit ihren Töchtern Jun Ying-Ricarda und Yong Lan-Wilhelmine (v. r.) – Foto: privat


Shiyue Berthold: “Mein Name ist Shiyue Berthold. Ich wurde 1972 in der Volksrepublik China in Tian Jin geboren. Tian Jin ist eine Hafenstadt am Pazifik mit 12 Mio. Einwohnern, ca. 150 km süd-östlich von Peking. Dort wuchs ich auf, ging zur Schule und studierte an der Branch Universität Wirtschaftswissenschaften (Abschluss als Bachelor of Science). In Tian Jin sammelte ich auch meine ersten Berufserfahrungen im Costumer-Relationship- und Projektmanagementbereich für ein internationales Joint Venture.

Im September 2001 bin ich nach Deutschland gekommen um einen internationalen Studienabschluss zu erlangen. Von 2001 bis  2005 studierte ich an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus Wirtschaftsingenieurwissenschaften. Im Anschluss legte ich an der Technischen Hochschule Anhalt in Bernburg mein MBA International Trade ab.

“Ich musste auf einen Krippenplatz warten”

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“Mein Konzept für die Zukunft steht!”

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion FMNL

Rasselbande

Grafikerin Gabi L. mit ihrer "Rasselbande" – Foto: privat


GABI L.:
“Ich bin Gabi, 43 Jahre, gelernte und berufserfahrene Grafik-Designerin und stolze Mutter von vier wunderbaren Kindern. Die letzten fast 15 Jahre habe ich der „Aufzucht meiner geliebten Rasselbande“ gewidmet. Es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Meinen Beruf als Grafikerin habe ich solange auf Eis gelegt, aber der Wunsch, wieder kreativ tätig zu werden war stets präsent. Vor 20 Monaten habe ich mich nach 23 Jahren von meinem Mann getrennt. Unsere vier Kinder konnten sich nicht für Mama oder Papa entscheiden, und so betreuen wir sie seitdem im 14-tägigen Wochenwechsel.

Kostenübernahme für die Kinderbetreuung

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