Posts getaggt ‘Anke Domscheit-Berg’

Online Gästebuch IV. Kongress 2011

Freitag, 28. Oktober 2011 von Redaktion FMNL

Ihr Statement!


Sie haben am 27. Oktober am IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!” teilgenommen? Über Ihr Feedback zur Tagung in unserem digitalem Gästebuch würden wir uns sehr freuen!

Was hat Sie am Kongresstag besonders motiviert? Wen haben Sie kennen gelernt? Welche Anregungen und Ideen haben Sie mit nach Hause genommen?

Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihr Feedback zur Konferenz! Klicken Sie dafür einfach auf das gelb unterlegte Wort “Kommentar” am Ende dieses Artikels und schreiben Sie Ihr Statement zum Tag!

Herzlichen Dank, dass Sie in Leipzig dabei waren!

Ihr Kongressteam Isabel Hempel, Sabrina Ludwig und Jessica Mina-Knopp

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Ministerin Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerialdirigentin Dagmar Hesse und Kongressorganisatorin Gisela Erler vor der Villa Ida des Mediencampus in Leipzig(Foto: Sylvie Weisshäupl)

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Kleiner Gesprächskreis mit Unternehmerin und Zahntechnikerin Dörte Thie (links im Bild) (Foto: Sylvie Weisshäupl)

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Susanne Dähner (rechts) und Uta Bauer stellen die Ergebnisse der diesjährigen Studie "Mehr Raum für starke Frauen!" am 27. Oktober 2011 in Leipzig vor (Foto: Sylvie Weisshäupl)

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“Macht bedeutet Autonomie”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

‘Anke Domscheit-Berg verlässt Microsoft und macht sich als Beraterin in Sachen Frauenförderung selbständig‘, lautete die Schlagzeile der letzten Woche. “Alles auf Anfang, das macht mir keine Angst, als eine, die aus dem Osten kommt”, zitierte die SZ die Berlinerin im Artikel “Frau mit Teflonschicht”. Wir wünschen Anke Domscheit-Berg viel Erfolg beim Neustart! Im FMNL-Interview zum Thema Führung erklärt Anke Domscheit-Berg u.a. welche Stereotype den Aufstieg von Frauen verhindern, was Frauen im Job zu Höchstleistungen motiviert, welche Statussymbole für eine Führungsfrau wichtig sind und wie Frauen ihren Hang zu Micromanagement besiegen.

Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg

Redaktion FMNL: Was treibt Sie persönlich an, im Job voran zu kommen?

Anke Domscheit-Berg: Ich denke, mein persönlicher Antrieb beruflich voranzukommen, ist sehr oft bei Frauen anzufinden. Ich glaube, dass Frauen meist ein komplett anderes Machtverständnis haben als der durchschnittliche Mann.

Für einen Durchschnittsmann bedeutet Macht, möglichst vielen Menschen sagen zu können, wo es lang geht, was sie tun und lassen sollen. Für eine Frau bedeutet Macht eher die Möglichkeit, weniger Menschen über sich zu wissen, die ihr sagen, was sie zu tun hat. Mehr Macht bedeutet für Frauen einen Gewinn an Autonomie, Freiheit und Unabhängigkeit. Viele Frauen wollen vor allem nach ihrem Sinn steuern und selbst etwas verändern können. Deshalb besetzen Frauen auch häufiger Stabspositionen, die zwar hierarchisch hoch angesiedelt sind und viel Einfluss ermöglichen aber denen nur wenige oder keine Mitarbeiter unterstellt sind. Männer hingegen sind eher in leitenden Positionen mit vielen Untergebenen zu finden.

FMNL: Was motiviert Frauen im Job zu Höchstleistungen? Was frustriert Frauen?

ADB: Was Frauen viel mehr antreibt als Männer ist öffentliche Anerkennung. Gleichzeitig vermissen sie gerade diese Anerkennung ganz besonders, eben weil sie diese seltener bekommen. Allerdings kümmern sie sich auch weniger als Männer darum. „Fishing for compliments“ im Job ist typisch für Männer.

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“Kranführerinnen waren jetzt out”

Samstag, 2. Oktober 2010 von Redaktion FMNL

“Kunststudenten sind wahrscheinlich immer ein eher widerspenstiger, revolutionärer Haufen”, sagt Anke Domscheit-Berg rückblickend. In der Zeit der friedlichen Revolution tippte die angehende Künstlerin Aufrufe des Neuen Forum und schrieb Eingaben an das DDR Postministerium. Als die Mauer fiel, tanzte die Studentin gemeinsam mit hunderten Menschen auf der Mauer am Branderburger Tor und träumte von einer Gesellschaft, in der alle gleiche Chancen haben. Heute arbeitet die 42-Jährige als Director Government Relations bei Microsoft Deutschland in Berlin und engagiert sich für Frauen in Führungspositionen. Welche Ideale sie als Jugendliche verfolgte und was der Fall der Mauer für Ihre Träume bedeutete, lesen Sie hier:

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Anke Domscheit-Berg 1990 (Selbstportraits aus ihrer Zeit als Kunststudentin); Fotos: privat

ANKE DOMSCHEIT-BERG: “Am 09. November 1989 studierte ich an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg Textilkunst. Mein Traum vom Leben enthielt das Bild eines abgelegenen Bauernhofs im Oderbruch, wo ich als freie Künstlerin ein freies, unabhängiges und romantisches Leben führen wollte. Im Wendesommer kam das Studium jedoch an zweiter Stelle, Wende war wichtiger. Ich tippte nachts Aufrufe des Neuen Forum auf der Schreibmaschine meines Großvaters ab, schrieb Eingaben an das DDR Postministerium als das Glasnostjournal Sputnik verboten wurde, schrieb auch leidenschaftliche Protestbriefe an den Leiter eines Gefängnisses in Halle, in dem mein bester Freund schikaniert wurde.

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“Es gibt sie, die anderen Männer!”

Mittwoch, 28. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Anke Domscheit-Berg mit Ihren Ehemann, Foto:oh

Frisch getraut: Anke Domscheit-Berg mit ihrem Ehemann – Foto: privat



“Hingucken lohnt sich!”, sagt Anke Domscheit-Berg. Sie hat den Mann für’s Leben gefunden und weiß, wie entscheidend die Partnerwahl für die Karriere ist. Die 42-Jährige arbeitet als Director Government Relations bei Microsoft Deutschland in Berlin. Neben ihrem Beruf engagiert sie sich für Frauen in Führungspositionen, mit dem Ziel, die so genannte gläserne Decke zu durchbrechen – welche bis heute Frauen daran hindert, in hohe Funktionen aufzusteigen. Über ihre eigenen Erfahrungen beim beruflichen Aufstieg schrieb die Mutter eines zehnjährigen Sohnes u.a. für die Zeit, die taz und ab jetzt als Anchor-Bloggerin auch für Ostfrauen_Blog.


ANKE DOMSCHEIT-BERG: “Ob mit oder ohne Kinder, Karriere machen ohne Unterstützung durch Dritte ist fast unmöglich. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen, nur dass Männer regelmäßig mit dieser Unterstützung rechnen können. Ob man bei Freunden und Familie – vor allem der angeheirateten Familie – tatkräftige und moralische Unterstützung findet, variiert sehr stark und hängt manchmal einfach von der Geographie ab.

Eine deutsche Kollegin hatte einen Schweizer geheiratet. Er war Forschungsassistent in der Wissenschaft und reduzierte seine Arbeitszeit, als sie das erste Kind bekam und den nächsten Karriereschritt im Management nahm. Sie verdiente erheblich mehr und für die kleine Familie war es eine gemeinsame Entscheidung, die beide Partner richtig und gut fanden. Die Schwiegerfamilie sah das anders. Als diese Managerin schon im fünften Monat mit dem zweiten Kind schwanger war, hatte sie der Familie ihres Mannes immer noch nichts davon erzählt, weil sie Angst davor hatte. Die beiden Schwestern und die Schwiegermutter warfen ihr schon so die ganze Zeit vor, dass sie die Zukunft ihres Mannes aus purem Egoismus ruinieren würde.

Kann man sich dieses Beispiel mit vertauschten Geschlechterrollen vorstellen? Ich kenne viele Fälle, wo Frauen auch mit höherer Ausbildung, in höherer Karrierestufe und mit höherem Einkommen zuhause bleiben, weil es sich so gehört und der Mann das so erwartet. Haben jemals ihre Familien einen Aufstand geprobt, weil ihre Zukunft ruiniert würde? Ich glaube kaum.

Männer spüren weniger Widerstände

Frauen mit Ambitionen haben es schwerer. In vielen Führungspositionen wird z.B. auch erwartet, dass man an anderen Standorten – auch im Ausland – Erfahrungen sammelt. Männer haben weniger Widerstände zu erwarten, wenn sie ihre Familie einfach mitnehmen wollen, als Frauen in der gleichen Lage. Kann man ihren Ehemännern vorwerfen, dass sie ihre Karriereplanung nicht einfach an den Nagel hängen wollen, nur weil ihre Frau jetzt eine Aufgabe in China erfüllen soll? Wohl kaum.

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