Im Mai 2011 hat das Bundesfamilienministerium den Wiedereinstiegsrechner auf dem Lotsenportal des Aktionsprogrammes Perspektive Wiedereinstieg www.perspektive-wiedereinstieg.de freigeschaltet. Mit dem Rechner können Frauen und ihre Familien den wirtschaftlichen Vorteil eines Wiedereinstiegs in den Beruf nach einer Familienphase berechnen. Zugleich zeigen die Ergebnisse der neuen Studie ‚Zeit für Wiedereinstieg, Perspektiven und Potenziale’, dass ökonomische Motive heute deutlich wichtiger sind als “Selbstverwirklichung”, wenn es um die Entscheidung geht, wieder in den Beruf einzusteigen. Konkrete Hilfe erhalten Berufsrückkehrerinnen im Rahmen der Angebote des Aktionsprogramms “Perspektive Wiedereinstieg” des BMFSFJ.
Der Wiedereinstiegsrechner zeigt anhand weniger Angaben die finanziellen Perspektiven eines Wiedereinstiegs in den Beruf auf. Realitätsnah wird errechnet, welches Einkommen bei einem beruflichen Wiedereinstieg in verschiedenen Berufen und Branchen zu erwarten ist. Außerdem wird gezeigt, welchen Einfluss die zukünftige Gehaltsentwicklung auf die Rente nimmt. Der Wiedereinstiegsrechner bietet zudem einen Zugang zu den Tarifdatenbanken des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung.
Dass im Vordergrund der Entscheidung, wieder in den Beruf einzusteigen, zumeist ökonomische Gründe stehen, zeigt die im Auftrag des BMFSFJ durchgeführte Untersuchung “Zeit für Wiedereinstieg – Potenziale und Perspektiven” des DELTA-Instituts und von Sinus Sociovision: Frauen, die sich nach einer längeren Erwerbsunterbrechung entscheiden beruflich wieder einzusteigen, tun dies vor allem aus Verantwortung für die materielle Existenzsicherung ihrer Familie und um der eigenen Alterssicherung willen.
Entscheidend ist die Hilfe des Partners
Diese ökonomischen Motive haben in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen. Als Barriere für einen perspektivreichen Wiedereinstieg hingegen erweist sich vor allem das Thema Zeit: In der Regel unterschätzen Frauen in der Phase des Wiedereinstiegs die Möglichkeiten zeitlicher Entlastung – sei es durch den (Ehe-)Partner, sei es durch externe haushaltsnahe Dienstleister. Die Studie zeigt auch: Männer von Wiedereinsteigerinnen unterschätzen oft die ökonomischen Motive ihrer Partnerinnen und unterstellen eher Motive der “Selbstverwirklichung”. Das erschwert die partnerschaftlichen Verhandlungen um die Neuaufteilung familiärer Aufgaben. Lesen Sie weiter… »







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