Posts getaggt ‘Führung’

“Ich folge sechs Grundmaximen”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

Steffi Haubold leitet als Franchise-Nehmerin zwölf McDonald’s Restaurants mit 550 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Berlin und Brandenburg. “Ich empfinde eine tiefe Verantwortung, die zuweilen auch eine Last sein kann”, sagt die 44-Jährige. Sechs Grundmaxime des Handelns helfen ihr dabei, tagtäglich Entscheidungen zu treffen. Eine davon: Bleibe immer berechenbar und führe nachvollziehbar. “Es ist übrigens ratsam, sich seine eigenen Verhaltensregeln gut leserlich ins eigene Büro zu hängen.” Lesen Sie hier weitere Führungstipps von Steffi Haubold:

Steffi Haubold

Steffi Haubold

STEFFI HAUBOLD: “Ich lasse mich von dem Grundsatz leiten, dass es nicht reicht, die Führung per se zu haben, sondern auch zu führen. Ich meine damit die aktive Führung und die ständige Auseinandersetzung mit dem eigenen Führungsverhalten. Für mich besteht bis heute die größte Herausforderung im ausgewogenen und richtigen Umgang mit basisdemokratischen Prozessen, bei denen ich bewusst Teil der Gruppe bin und dem tatkräftigen Treffen von Entscheidungen.

Menschen und Gruppen von Menschen wollen immer beides. Sie erwarten parallel zur Teamarbeit immer auch eine klare und spürbare Führung. Interessanterweise verspüre ich im Rahmen meiner Führungsrolle gegenüber 550 Mitarbeitern keinerlei Machtgefühle. Die Literatur spricht darüber ja häufiger. Ob dies eine weibliche Eigenschaft ist, mag ich nicht beurteilen. Ich empfinde eine tiefe Verantwortung, die zuweilen auch eine Last sein kann.

Sechs Grundmaxime der Führung

Für mich ist Führung besonders wichtig in Situationen, die keinen weiteren Aufschub dulden oder in denen ein Zielkonflikt besteht, der durch die Beteiligten nicht lösbar ist. Lesen Sie weiter… »

“Macht bedeutet Autonomie”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

‘Anke Domscheit-Berg verlässt Microsoft und macht sich als Beraterin in Sachen Frauenförderung selbständig‘, lautete die Schlagzeile der letzten Woche. “Alles auf Anfang, das macht mir keine Angst, als eine, die aus dem Osten kommt”, zitierte die SZ die Berlinerin im Artikel “Frau mit Teflonschicht”. Wir wünschen Anke Domscheit-Berg viel Erfolg beim Neustart! Im FMNL-Interview zum Thema Führung erklärt Anke Domscheit-Berg u.a. welche Stereotype den Aufstieg von Frauen verhindern, was Frauen im Job zu Höchstleistungen motiviert, welche Statussymbole für eine Führungsfrau wichtig sind und wie Frauen ihren Hang zu Micromanagement besiegen.

Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg

Redaktion FMNL: Was treibt Sie persönlich an, im Job voran zu kommen?

Anke Domscheit-Berg: Ich denke, mein persönlicher Antrieb beruflich voranzukommen, ist sehr oft bei Frauen anzufinden. Ich glaube, dass Frauen meist ein komplett anderes Machtverständnis haben als der durchschnittliche Mann.

Für einen Durchschnittsmann bedeutet Macht, möglichst vielen Menschen sagen zu können, wo es lang geht, was sie tun und lassen sollen. Für eine Frau bedeutet Macht eher die Möglichkeit, weniger Menschen über sich zu wissen, die ihr sagen, was sie zu tun hat. Mehr Macht bedeutet für Frauen einen Gewinn an Autonomie, Freiheit und Unabhängigkeit. Viele Frauen wollen vor allem nach ihrem Sinn steuern und selbst etwas verändern können. Deshalb besetzen Frauen auch häufiger Stabspositionen, die zwar hierarchisch hoch angesiedelt sind und viel Einfluss ermöglichen aber denen nur wenige oder keine Mitarbeiter unterstellt sind. Männer hingegen sind eher in leitenden Positionen mit vielen Untergebenen zu finden.

FMNL: Was motiviert Frauen im Job zu Höchstleistungen? Was frustriert Frauen?

ADB: Was Frauen viel mehr antreibt als Männer ist öffentliche Anerkennung. Gleichzeitig vermissen sie gerade diese Anerkennung ganz besonders, eben weil sie diese seltener bekommen. Allerdings kümmern sie sich auch weniger als Männer darum. „Fishing for compliments“ im Job ist typisch für Männer.

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“Artikuliert eure Stärken!”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

„Frauen artikulieren wesentlich seltener und weniger offensiv ihre Stärken“, beobachtet Diana-Lydia Wade, Hauptmann und Kompaniechefin der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt. Frauen, die im Beruf nach oben kommen wollen, rät die 29-Jährige ihr Können und ihre Erfolge zu zeigen. Die Leipzigerin weiß, wovon sie spricht: Der Weg bis zur Kompaniechefin war fordernd – in ihrer Ausbildung musste sie die gleichen Leistungen erbringen wie ihre männlichen Kameraden, im Sport ebenso wie auch im Umgang mit Waffen. Heute bildet Diana-Lydia Wade eine Einheit von 170 Soldaten unter anderem auch für den Afghanistaneinsatz aus. Diana-Lydia Wade schreibt für unseren Blog zum Thema Führung:

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Kompaniechefin Diana-Lydia Wade mit einem Kameraden


DIANA LYDIA WADE: “‘Echte Leader schauen nicht in Führungsbücher, sondern in die Augen ihrer Mitarbeiter.’ (Monique R. Siegel). Führen bedeutet für mich persönlich ein zielgerichtetes Einwirken auf die mir unterstellten Soldatinnen und Soldaten, um ein Ziel gemeinsam zu erreichen. Ich möchte sie dazu befähigen und ermutigen, Aufträge nicht nur auf Grundlage des militärischen Prinzips von Befehl und Gehorsam durchzuführen, sondern aus Einsicht und Überzeugung.

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“Frau muss Mann nicht kopieren”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

Uta Guse

Trainerin Uta Guse

Uta Guse berät als selbstständige Trainerin Führungskräfte und deren Teams. Der Ort ihrer Arbeit sei kaum festzulegen, sagt die zweifache Mutter aus Röblingen am See, Sachsen-Anhalt: “Ich bin bei Kunden in Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Leipzig  unterwegs. Aber ich coache auch per Telefon- oder Videokonferenz, z.B. eine deutsche Frau in den USA.” In Ihrer Arbeit mit Frauen erlebt sie deren Feinfühligkeit und baut auf individuelle Stärken. Lesen Sie Uta Guses Führungstipps:

UTA GUSE: “Führungskräfte leben in einer sich ständig ändernden Welt: stetig ist der Wandel, komplex sind die Aufgaben und immer anspruchsvoller die Anforderungen. Dabei bewegen sie sich in einer Welt von Widersprüchen von Effizienz und Produktivität und Verständnis und Mitgefühl auf der anderen Seite. Wie viel davon ist gerade in dieser einen Situation angemessen?

Was verstehen Sie unter Führung? Ziele und wirtschaftlicher Erfolg stehen oft an erster Stelle. Oder legen sie den Schwerpunkt mehr auf die Kommunikation? Eine Führungskraft soll ansprechbar, kosten- und zielorientiert, kommunikativ und einfühlsam sein, erfolgreich Netzwerken, Veränderungen vorantreiben und nicht nur operativ sondern v.a. auch strategisch arbeiten und Visionen entwickeln.  Der Vergleich zur eierlegenden Wollmilchsau kommt nicht von ungefähr.

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