Posts getaggt ‘Neue Länder’

“Frau muss Mann nicht kopieren”

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

Uta Guse

Trainerin Uta Guse

Uta Guse berät als selbstständige Trainerin Führungskräfte und deren Teams. Der Ort ihrer Arbeit sei kaum festzulegen, sagt die zweifache Mutter aus Röblingen am See, Sachsen-Anhalt: “Ich bin bei Kunden in Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Leipzig  unterwegs. Aber ich coache auch per Telefon- oder Videokonferenz, z.B. eine deutsche Frau in den USA.” In Ihrer Arbeit mit Frauen erlebt sie deren Feinfühligkeit und baut auf individuelle Stärken. Lesen Sie Uta Guses Führungstipps:

UTA GUSE: “Führungskräfte leben in einer sich ständig ändernden Welt: stetig ist der Wandel, komplex sind die Aufgaben und immer anspruchsvoller die Anforderungen. Dabei bewegen sie sich in einer Welt von Widersprüchen von Effizienz und Produktivität und Verständnis und Mitgefühl auf der anderen Seite. Wie viel davon ist gerade in dieser einen Situation angemessen?

Was verstehen Sie unter Führung? Ziele und wirtschaftlicher Erfolg stehen oft an erster Stelle. Oder legen sie den Schwerpunkt mehr auf die Kommunikation? Eine Führungskraft soll ansprechbar, kosten- und zielorientiert, kommunikativ und einfühlsam sein, erfolgreich Netzwerken, Veränderungen vorantreiben und nicht nur operativ sondern v.a. auch strategisch arbeiten und Visionen entwickeln.  Der Vergleich zur eierlegenden Wollmilchsau kommt nicht von ungefähr.

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Ostdeutsche Frauen öfter an der Spitze

Montag, 7. März 2011 von Redaktion FMNL

Frauen in den neuen Bundesländern schaffen es häufiger in Spitzenpositionen, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Der Vorsprung gegenüber ihren westdeutschen Kolleginnen lässt sich vor allem damit erklären, dass Frauen in den Neuen Ländern weniger in Teilzeit arbeiten und seltener und kürzer ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen, um ihre Kinder zu betreuen.

»In den letzten Jahren konnten Frauen ihre Beteiligung an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geringfügig ausbauen«, stellt die IAB-Arbeitsmarktforscherin Corinna Kleinert in ihrer Studie fest. Vor allem in den neuen Bundesländern gelang es den Frauen deutlich öfter in Spitzenpositionen aufzusteigen: Bei Führungskräften in der Privatwirtschaft lag der Frauenanteil im Jahr 2007 bei 24 Prozent in Westdeutschland, in Ostdeutschland bei 29 Prozent. Im öffentlichen Dienst stellten ostdeutsche Frauen mit 45 Prozent sogar schon beinahe die Hälfte aller Führungskräfte.

Ostdeutsche Frauen besetzen öfter Führungspositionen

Ostdeutsche Frauen besetzen öfter Führungspositionen

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Brauchen wir eine Frauenquote?

Donnerstag, 3. Februar 2011 von Redaktion FMNL
Titelblatt "Der Spiegel" - Ausgabe 5/2011

Titelblatt "Der Spiegel" - Ausgabe 5/2011

Endlich diskutiert auch Deutschland über die Frauenquote: “Wenn eine Firma alle Talente für Führungsaufgaben in den Blick nehmen muss, ändert sich auch die Sicht auf die gesamte Belegschaft”, konstatiert Arbeitsministerin Ursula von der Leyen in dieser Woche gegenüber dem Spiegel.

Denn was die Frauenrepräsentanz in Führungspositionen in der Wirtschaft angehe, sei Deutschland unter den Schlusslichtern – im internationalen Vergleich gerade auf Augenhöhe mit Indien und sogar hinter Brasilien, China und Russland.

Die Ministerin will eine Quote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen. Frauen und Männer sollen – so ihr Wunsch – in Zukunft jeweils zu mindestens 30 Prozent in wirtschaftlichen Machtzirkeln vertreten sein. “Mehr als die Hälfte aller Hochschulabsolventen ist weiblich. Am Nachwuchs liegt es nicht”, hält von der Leyen fest.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute (03.01.2010) über ihren Sprecher Steffen Seibert ausrichten lassen, es werde unter ihrer Führung “keine gesetzlich verpflichtende Quote geben”.

Wir haben uns im Netzwerk “Frauen machen Neue Länder” umgehört. Was halten die Frauen in den Neuen Bundesländern von einer Quote? Brauchen Unternehmen diese Verordnung von “oben”? Lesen Sie hier die ersten Antworten – weitere Statements folgen:

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Teilzeit löst das Problem nicht!

Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Redaktion FMNL
Dr. Martina Münch ist siebenfache Mutter und seit 2009 Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg. Bevor sie in die Politik wechselte, arbeitete sie viele Jahre als Ärztin in der Neurologie. Die gebürtige Heidelbergerin entschied sich im Jahr 1994 mit ihrer Familie nach Cottbus zu ziehen und lebt seitdem in den Neuen Länder: “Die guten Kinderbetreuungsmöglichkeiten waren für uns ausschlaggebend!”

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Familie Dr. Martina Münch, Ministerin im Land Brandenburg – Foto: oh


DR. MARTINA MÜNCH: “Als Mutter berufstätig zu sein, ist nicht überall so einfach wie im Land Brandenburg. Trägt man die Anzahl von Kinderbetreuungsplätzen auf einer Deutschland-Karte ein, wird schnell deutlich, dass die Neuen Länder immer noch mit Abstand die meisten Plätze anbieten. Im Norden und Süden Deutschlands haben häufig weniger als 15 Prozent aller Kinder der Altersgruppe drei bis sechs einen ganztägigen Betreuungsplatz.
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Der Westen folgt dem ostdeutschen Trend

Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Redaktion FMNL
Foto:

Baby ohne Trauschein – In Ostdeutschland ist die Ehe kein Muss (Foto: Paul Sapiano, peasap)

“Im Heiratsverhalten und der Müttererwerbstätigkeit folgt der Westen eher dem ostdeutschen Trend”, sagt Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Juniorprofessorin an der Universität Rostock und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Ihr erstes Kind bekam sie schon kurz vor Antritt der Juniorprofessur. Inzwischen ist sie zweifache Mutter. “Das ist an meinem Institut keine Ausnahme”, sagt Kreyenfeld. Erst vor kurzem arbeitete die 41-Jährige an einer Studie über Familie in Ost- und Westdeutschland. Die wichtigsten Ergebnisse lesen Sie hier:

Michaela Kreyenfeld

Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Juniorprofessorin an der Universität Rostock – Foto:oh


MICHAELA KREYENFELD:
“20 Jahre nach der Wiedervereinigung würde man erwarten, dass sich die Unterschiede im Verhalten und in den Einstellungen der Menschen in Ost- und Westdeutschland angeglichen haben.

Für den Bereich Familie konnte dies bis jetzt allerdings noch nicht festgestellt werden. Ost-West-Unterschiede existieren fort, insbesondere im Bezug auf die Müttererwerbstätigkeit und das Heiratsverhalten.

Ostdeutsche Mütter sind deutlich häufiger Vollzeit erwerbstätig als westdeutsche.  Im Jahr 2007 waren 50 Prozent der ostdeutschen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren Vollzeit erwerbstätig, im Westen waren es zur gleichen Zeit nur 18 Prozent.
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