Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. Wir bedanken uns herzlich bei unseren treuen Blog-Lesern und Leserinnen und bei unseren Teilnehmerinnen und Referentinnen für den inspirierenden IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!”. Ein besonderer Dank für die offene und fruchtbare Zusammenarbeit auch im Jahr 2011 gilt unseren Auftraggebern im Arbeitsstab Angelegenheiten der Neuen Bundesländer im Bundesministerium des Innern!
Lesen und sehen Sie auf unter “Kongresse” Impressionen des Kongresses 2011 einen kurzen Rückblick auf den IV. Kongress in Leipzig – z.B. die Impulsrede von Dr. Kerstin Finger, die schönsten Fotos und Zitate der Veranstaltung und eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion.
Lesen Sie außerdem im Blog den Beitrag “Trau dich – Sag was” von unserer Kongressteilnehmerin Juliane Cieslak. Die 29-Jährige Sozialarbeiterin blickt auf ihre Teenagerzeit zurück, in der sie eine Jugendgruppe gründete, um der Langeweile in ihrem Heimatort zu entfliehen. Haben Sie eine ähnliche Geschichte zu erzählen – haben ein Projekt vorangebracht, ein Dorffest organisiert oder, oder, oder – dann schreiben Sie uns frauenmachenneuelaender@familienservice.de! Wir würden auch Ihr Engagement gerne in einem Blogbeitrag vorstellen!
(Foto: wortmeer)
Das Frauen machen Neue Länder -Team wünscht allen fröhliche und besinnliche Festtage!
Herzliche Grüße
Isabel Hempel, Sabrina Ludwig und Jessica Mina-Knopp
Überall in Deutschland entwickeln Bürger innovative Ideen, um Herausforderungen wie Überalterung, Armut, Landflucht oder Bildungsnotstand anzugehen. Von diesen herausragenden Projekten erfährt jedoch außerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises kaum jemand. Die Idee kann nicht wachsen, in andere Orte getragen werden. Hier setzt die Community-Plattform www.weltbeweger.de an. Lesen Sie einen Gastbeitrag von Bea Paeßler von Weltbeweger: Lesen Sie weiter… »
Kreativ – weiblich – gut im Geschäft! Die Kultur- und Kreativwirtschaft zählt gerade in den Neuen Ländern zu den wichtigen Sektoren der Wirtschaft. In Leipzig hat sich unter weltweiter Beachtung ein Kunstzentrum etabliert, Potsdam ist ein Mekka für die Filmbranche. In Halle/Saale befinden sich mit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und mit der Bauhaus-Universität in Weimar die interessantesten Institute für Kunst-, Architektur- und Medienstudentinnen und -studenten.
Janine Scharf, Angela Straube, Ariane Jedlitschka und Susan Krieger (v.l)
Lesen Sie in unserer neuen Blogausgabe die Beiträge von vier Frauen, die in den Neuen Ländern mit Erfolg in der Kreativbranche arbeiten und ihre Projekte verwirklichen! Außerdem lesen Sie einen Beitrag von Iris Kronenbitter, Leiterin der Bundesweiten Gründerinnenagentur, die u.a. Gründerinnen in den kreativen Berufen unterstützt. (Zum Lesen der Beiträge bitte runter scrollen!)
In dieser Blogausgabe möchten wir Ihnen drei Frauen aus Brandenburg vorstellen, die sich viele Jahre lang ausschließlich Familie und Kindern gewidmet haben und jetzt mit viel Energie und Erfolg zurück ins Berufsleben streben. Fernsehjournalistin Britta Quindt startet nach 10 Jahren Berufspause neu als Drehbuchautorin, Shiyue Berthold fand nach langer Familienauszeit eine Stelle im Rechnungswesen bei BASF Berlin und Gabi L. verwirklicht ihren Wunsch, als selbstständige Grafikdesignerin Fuß zu fassen. Alle drei Frauen fanden mit Hilfe der Zeuthener Akademie für Weiterbildung (ZAK) in Wildau zurück in den Beruf. Die Wildauer Akademie macht Wiedereinsteigerinnen im Rahmen des Aktionsprogrammes “Perspektive Wiedereinstiegs” des BMFSFJ fit für den Job – Grund genug, ZAK und das Aktionprogramm Perspektive Wiedereinstieg in dieser Ausgabe einmal näher vorzustellen.
IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen”
Wir werden immer älter, wir werden immer weniger – die demografische Wende ist schon heute in vielen Regionen Ostdeutschlands deutlich spürbar, sei es, weil Unternehmen es schwer haben, qualifiziertes Personal zu finden, sei es, weil die Grundschule in unmittelbarer Nähe plötzlich schließt oder der Bus noch seltener die nächste Stadt ansteuert. Den Herausforderungen des demografischen Wandels widmen wir uns beim IV. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen” am 27. Oktober 2011 in Leipzig, im Mediencampus Villa Ida. Wieder richten wir den Blick auf die vielen Kräfte und Ressourcen, die insbesondere die Frauen in den Neuen Ländern bereit stellen: Dynamische Frauen, die ganz selbstverständlich eine aufstiegsorientierte Berufslaufbahn anstreben und starke Antworten auf die neuen Fragen finden. Denn oft sind es die Frauen, die in wandelnden Regionen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und ihre Konzepte erfolgreich umsetzen. Die Anmeldung zur Tagung ist ab Anfang Juli 2011 möglich.
Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ sind gefragt
Unsere neue Studie untersucht, inwieweit durch den demografischen Wandel Politik, Verwaltung und Wirtschaft zunehmend “femininer” werden und Frauen neue Freiräume für sich erschließen und nutzen. Denn trotz aller Herausforderungen bieten viele Regionen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen. Hier leben – wie wir in den vergangenen Studien gezeigt haben – selbstbewusste und starke Frauen, die die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Neuen Bundesländer maßgeblich gestalten.
Mit unserer Online-Befragung möchten wir Frauen ansprechen, die in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländer – egal ob im Dorf oder in der Stadt – leben. Wir suchen Frauen, die Herausforderungen angepackt und die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt haben. Ihre Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ möchten wir aufzeichnen, nacherzählen und dadurch sichtbar machen.Widmen Sie uns 10 Minuten Ihrer Zeit und nehmen Sie an unserer Befragung teil! Die Ergebnisse der Befragung werden auf dem IV. Kongress in Leipzig den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und der Medienöffentlichkeit präsentiert.
(Zum Lesen der Beiträge bitte runter scrollen!)
Entschlossene Wiedereinsteigerinnen in den Job: Shiyue Berthold, Gabi L. und Britta Quindt – Fotos: privat
Das gängige Klischee über das Leben in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländern sieht so aus: Verlassene Dörfer und Kleinstädte, hohe Arbeitslosigkeit und wachsende Fremdenfeindlichkeit, immer mehr alte Menschen und flüchtende junge Frauen – Stimmt das wirklich?
Denn trotz aller Herausforderungen bieten diese Regionen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen. Hier leben – wie wir in den vergangenen Studien gezeigt haben – selbstbewusste und starke Frauen, die die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Neuen Bundesländer maßgeblich gestalten.
Mit unserer Online-Befragung möchten wir Frauen ansprechen, die in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländer – egal ob im Dorf oder in der Stadt – leben. Wir suchen Frauen, die Herausforderungen angepackt und die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt haben. Ihre Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ möchten wir aufzeichnen, nacherzählen und dadurch sichtbar machen.
Wir möchten Sie herzlich einladen, an unserer Befragung teilzunehmen. Die Beantwortung der Fragen wird ca. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Alle Antworten werden anonymisiert ausgewertet.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Bitte machen Sie auch in ihrem Umfeld auf die Befragung aufmerksam.
‘Anke Domscheit-Berg verlässt Microsoft und macht sich als Beraterin in Sachen Frauenförderung selbständig‘, lautete die Schlagzeile der letzten Woche. “Alles auf Anfang, das macht mir keine Angst, als eine, die aus dem Osten kommt”, zitierte die SZ die Berlinerin im Artikel “Frau mit Teflonschicht”. Wir wünschen Anke Domscheit-Berg viel Erfolg beim Neustart! Im FMNL-Interview zum Thema Führung erklärt Anke Domscheit-Berg u.a. welche Stereotype den Aufstieg von Frauen verhindern, was Frauen im Job zu Höchstleistungen motiviert, welche Statussymbole für eine Führungsfrau wichtig sind und wie Frauen ihren Hang zu Micromanagement besiegen.
Anke Domscheit-Berg
Redaktion FMNL:Was treibt Sie persönlich an, im Job voran zu kommen? Anke Domscheit-Berg: Ich denke, mein persönlicher Antrieb beruflich voranzukommen, ist sehr oft bei Frauen anzufinden. Ich glaube, dass Frauen meist ein komplett anderes Machtverständnis haben als der durchschnittliche Mann.
Für einen Durchschnittsmann bedeutet Macht, möglichst vielen Menschen sagen zu können, wo es lang geht, was sie tun und lassen sollen. Für eine Frau bedeutet Macht eher die Möglichkeit, weniger Menschen über sich zu wissen, die ihr sagen, was sie zu tun hat. Mehr Macht bedeutet für Frauen einen Gewinn an Autonomie, Freiheit und Unabhängigkeit. Viele Frauen wollen vor allem nach ihrem Sinn steuern und selbst etwas verändern können. Deshalb besetzen Frauen auch häufiger Stabspositionen, die zwar hierarchisch hoch angesiedelt sind und viel Einfluss ermöglichen aber denen nur wenige oder keine Mitarbeiter unterstellt sind. Männer hingegen sind eher in leitenden Positionen mit vielen Untergebenen zu finden.
FMNL: Was motiviert Frauen im Job zu Höchstleistungen? Was frustriert Frauen?
ADB: Was Frauen viel mehr antreibt als Männer ist öffentliche Anerkennung. Gleichzeitig vermissen sie gerade diese Anerkennung ganz besonders, eben weil sie diese seltener bekommen. Allerdings kümmern sie sich auch weniger als Männer darum. „Fishing for compliments“ im Job ist typisch für Männer.
Frauen in den neuen Bundesländern schaffen es häufiger in Spitzenpositionen, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Der Vorsprung gegenüber ihren westdeutschen Kolleginnen lässt sich vor allem damit erklären, dass Frauen in den Neuen Ländern weniger in Teilzeit arbeiten und seltener und kürzer ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen, um ihre Kinder zu betreuen.
»In den letzten Jahren konnten Frauen ihre Beteiligung an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geringfügig ausbauen«, stellt die IAB-Arbeitsmarktforscherin Corinna Kleinert in ihrer Studie fest. Vor allem in den neuen Bundesländern gelang es den Frauen deutlich öfter in Spitzenpositionen aufzusteigen: Bei Führungskräften in der Privatwirtschaft lag der Frauenanteil im Jahr 2007 bei 24 Prozent in Westdeutschland, in Ostdeutschland bei 29 Prozent. Im öffentlichen Dienst stellten ostdeutsche Frauen mit 45 Prozent sogar schon beinahe die Hälfte aller Führungskräfte.
Ostdeutsche Frauen besetzen öfter Führungspositionen
Endlich diskutiert auch Deutschland über die Frauenquote: “Wenn eine Firma alle Talente für Führungsaufgaben in den Blick nehmen muss, ändert sich auch die Sicht auf die gesamte Belegschaft”, konstatiert Arbeitsministerin Ursula von der Leyen in dieser Woche gegenüber dem Spiegel.
Denn was die Frauenrepräsentanz in Führungspositionen in der Wirtschaft angehe, sei Deutschland unter den Schlusslichtern – im internationalen Vergleich gerade auf Augenhöhe mit Indien und sogar hinter Brasilien, China und Russland.
Die Ministerin will eine Quote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen. Frauen und Männer sollen – so ihr Wunsch – in Zukunft jeweils zu mindestens 30 Prozent in wirtschaftlichen Machtzirkeln vertreten sein. “Mehr als die Hälfte aller Hochschulabsolventen ist weiblich. Am Nachwuchs liegt es nicht”, hält von der Leyen fest.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute (03.01.2010) über ihren Sprecher Steffen Seibert ausrichten lassen, es werde unter ihrer Führung “keine gesetzlich verpflichtende Quote geben”.
Wir haben uns im Netzwerk “Frauen machen Neue Länder” umgehört. Was halten die Frauen in den Neuen Bundesländern von einer Quote? Brauchen Unternehmen diese Verordnung von “oben”? Lesen Sie hier die ersten Antworten – weitere Statements folgen:
Sie haben am III. Kongress “Frauen machen Neue Länder” teilgenommen?
Geben Sie uns ein Feedback in unser digitales Gästebuch!
Wer sind Sie, Ihr Projekt, Ihr Unternehmen?
Was hat sie heute motiviert?
Wen haben Sie heute kennen gelernt?
Welche Anregungen nehmen Sie mit?
Nutzen Sie dafür unsere Kommentarfunktion für Ihr Feedback zur Konferenz!
Klicken Sie dafür einfach auf das gelb unterlegte Wort “Kommentar” (unter den Fotos vom Coaching mit Sabine Asgodom). Dort lesen Sie erste Reaktionen von Teilnehmerinnen des Kongresses und können selbst einen Kommentar hinterlassen.
Herzlichen Dank!
Vorstellung der Studie "Das volle Leben! Frauenkarrieren in Ostdeutschland" 2010 - Foto: Sylvie Weisshäupl
Podium Doppelkarriere - Wie gelingt der Aufstieg beider Partner? Foto: Sylvie Weisshäupl
Ehepaar Dr. Thomas und Martina de Maizière – Foto: Sylvie Weisshäupl
High Speed Coaching mit Sabine Asgodom - Fotos: Sylvie Weisshäupl
In Kürze sehen Sie hier weitere Fotos der Tagung am 4. November 2010 in Leipzig.
Millionen Deutsche fahren jeden Sommer ans Meer, an den See oder ins nächste Schwimmbad. Doch wer trägt nun gerne einen Bikini oder Badeanzug und wer badet am liebsten ganz und gar ohne? Das Reiseportal Ab-in-den-Urlaub hat in einer repräsentativen Umfrage Erstaunliches herausgefunden: Je höher der Bildungsgrad, desto mehr Haut wird gezeigt. Allerdings: FKK war in DDR-Zeiten modern, ist aber heute kein wirklicher Trend mehr. Lediglich jeder siebte Deutsche sonnt und badet gerne unbekleidet – zu diesem Ergebnis kommt eine zweite Umfrage, die im Auftrag des Gesundheitsportals www.apotheken-umschau.de erstellt wurde.
Diorama DDR-Museum, Berlin – Foto: Arne Hendriks
Dennoch gibt es im Osten Deutschlands deutlich mehr passionierte FKK-Bader als in den alten Bundesländern (Neue Bundesländer: 21,6 Prozent; Alte Bundesländer: 12,1 Prozent). Als treue Anhänger der Freikörperkultur outeten sich die Männer und Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern (30,1 Prozent), knapp gefolgt von Brandenburg (29,4 Prozent). Im Westen des Landes fühlen sich vor allem die Baden-Württemberger beim Nacktbaden wohl (19,2 Prozent).
Freizügiger mit Abitur: Das Reiseportal Ab-in-den-Urlaub hat in einer repräsentativen Umfrage des Instituts tns emnid zudem herausgefunden: Je höher der Bildungsgrad, desto mehr Haut wird gezeigt. 37 Prozent der Frauen mit einem hohem Bildungsabschluss bevorzugen den Bikini statt den Badeanzug am See oder Strand. Nur 20 Prozent der Frauen mit einem geringeren Schulabschluss (Haupt- oder Realschule) wählen den Bikini als Strandbekleidung. Auch bei den Männern verhält es sich ähnlich: Je klüger, desto kürzer wird die Badehose. Warum der Bildungsgrad Einfluss auf die Vorlieben der Badebekleidung hat, ist allerdings nicht bekannt.
Kleine Unterschiede bei der Wahl der Strandoutfits lassen sich auch zwischen Frauen aus Ost- und Westdeutschland feststellen. Von 517 Befragten zeigen sich die ostdeutschen Frauen insgesamt etwas freizügiger. Während 47 Prozent der westdeutschen Frauen einen Badeanzug bevorzugen, entscheiden sich gerade mal 38 Prozent der ostdeutschen Frauen dafür. Die Frauen aus dem Osten Deutschlands greifen lieber zum Bikini (Ost 28%, West 23%).
Damit verabschiedet sich die Redaktion von Ostfrauen_Blog und geht bis zur Septemberausgabe in die Sommerpause!
Die Direktorin der Mercedes-Benz Niederlassung und des smart Centers in Magdeburg Astrid Stolze stammt aus Lutherstadt Wittenberg und ist Mutter einer vierjährigen Tochter. Wir haben Astrid Stolze gefragt, inwiefern die Generation von Frauen, die einen Großteil ihres Lebens in der DDR gelebt und gearbeitet haben, den Boden bereitet haben für heutige Frauenkarrieren? In ihrer Antwort schreibt Astrid Stolze darüber, was sie von ihrer eigenen Mutter gelernt hat und warum sie denkt, dass es in den neuen Ländern leichter ist, als Frau Karriere zu machen.
Astrid Stolze, 44 Jahre, Mercedes-Benz Niederlassung, Magdeburg
ASTRID STOLZE: “Für die damalige Zeit in der DDR typisch hat meine Mutter mit 22 Jahren ihr erstes Kind, meinen Bruder, geboren und ich kam im Folgejahr zur Welt. Meine Mutter hat uns Kinder drei Jahre zu Hause betreut, bevor wir in den Kindergarten gegangen sind. Danach hat meine Mutter ihre Tätigkeit als Technische Zeichnerin in einem Chemieanlagenbaubetrieb wieder aufgenommen.
Somit kenne ich meine Mutter von Kind auf an eigentlich nur berufstätig. Sicher hat mich dieses Erleben der Berufstätigkeit meiner Mutter und dem Vorbild der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung geprägt.
Da wir in einem Drei-Generationen-Haus aufgewachsen sind, habe ich natürlich auch erlebt, wie unsere Großeltern sich neben meinen Eltern um uns Kinder gekümmert haben. Denn zur damaligen Zeit betrug die Regelarbeitszeit aus meiner Erinnerung 43,5 Wochenstunden und anschließend hat die ganze Familie auch noch in unserem großen Garten gearbeitet, damit wir uns eigenständig mit frischem Obst und Gemüse (damals Mangelware) versorgen konnten.
Improvisationstalent hilft in männerdominierter Branche
Ich habe gelernt, dass, wenn jeder anpackt, auch schwierige Situationen gemeistert werden können. Viele Erlebnisse aus dieser Zeit, aber insbesondere auch das erforderliche Improvisationsvermögen, haben mir sicherlich die notwendigen Voraussetzungen gegeben, um in der heutigen Zeit gerade in einem männerdominierten Berufsfeld Karriere zu machen.
Für mich ist die Berufstätigkeit von Frauen auch in Führungspositionen wie in meinem Beispiel völlig selbstverständlich. Und auch wenn sich in der heutigen Zeit die Rahmenbedingungen für berufstätige Frauen deutlich von den damaligen unterscheiden und die Anforderungen gestiegen sind, kann man mit dem gewissen Improvisationstalent, Flexibilität und Willen auch heute Karriere und Familie vereinbaren.
Ihre Angaben werden ausschließlich für die Versendung des Newsletters genutzt. Ausführliche Informationen zum Thema Datenschutz erhalten sie hier.
Warum wir bloggen
"Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT" - Danke für die Veranstaltung JETZT!", schrieb eine junge Frau auf dem II. Kongress "Frauen machen Neue Länder". Mit dem Ostfrauen_Blog möchten wir JETZT zu IMMER machen!
Die letzten Kommentare