Posts getaggt ‘Partner’

“Ziele bei Sturm und Regen verfolgen!”

Montag, 10. Januar 2011 von Redaktion FMNL
Podium_Karrieremodelle

Frauen, die es geschafft haben. Moderatorin Tatjana Jury (links) fragt nach, wie die Karriere gelingt. (Foto: Sylvie Weisshäupl)

Hören Sie hier die Podiumsdiskussion als Podcast (ca. 40 min.):

Sie sind selbstbewusst, erfolgreich und weiblich. Die Sprecherinnen des Podiums “Zukunftsweisende Modelle für den Aufstieg von Frauen” diskutierten auf dem III. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Frauenkarrieren in Ostdeutschland” über wichtige Partner im Beruf und im Privaten und gewährten einen ganz persönlichen Einblick in ihr Leben zwischen Familienalltag und Berufsleben.

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Jedes elfte Paar eine Ost-West-Liebe

Dienstag, 28. September 2010 von Redaktion FMNL

Bei jedem elften Paar in Deutschland kommt ein Partner aus den neuen Bundesländern, der andere aus den alten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Online-Partneragentur Parship.

Liebespaar

Foto: Jürgen Glüe

Laut den Ergebnissen der Umfrage gibt es auch Unterschiede in der Partnerwahl: Für jede zweite Frau in den alten Bundesländern ist die finanzielle Lage des Mannes entscheidend. In den neuen Bundesländern legen 35 Prozent der Frauen Wert darauf.

Die Sorge um das Geld spielt bei deutschen Paaren eine große Rolle bei der Familienplanung: 40 Prozent der Befragten in den Neuen Ländern und jeder dritte in den Alten Ländern gaben an, wegen finanzieller Sorgen auf Kinder zu verzichten. Glücklich mit dem Sexualleben sind Paare in Ost und West gleichermaßen: Jeweils  57 Prozent aus alten und neuen Bundesländern gaben an, damit zufrieden sein.

Für die Erhebung im Auftrag der Online-Partneragentur Parship wurden 2094 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

“Ich wollte etwas erreichen”

Montag, 6. September 2010 von Redaktion FMNL


Steffi Haubold, Geschäftsführerin der Steffi Haubold Betriebs GmbH & Co. KG in Berlin, leitet als Franchise-Nehmerin zwölf McDonald’s Restaurants mit über 500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Berlin und Brandenburg. “Unterstützung ist für eine Karriere unerlässlich”, sagt Haubold, die vor allem auf die Familie vertraut, auf ihren Ehemann und die beiden erwachsenen Kinder Victoria und Dustin. “Mein größter Berater war und ist mein Mann.” Für Ostfrauen_Blog schreibt sie über Ihre Vorbilder, warum die härteste Kritik zuhause stattfindet und weshalb es gut ist, Freunde zu haben, die nicht über die Karriere sprechen wollen.

Steffi_Haubold

Steffi Haubold, Geschäftsführerin der Steffi Haubold Betriebs GmbH & Co. KG, Berlin – Foto: oh


STEFFI HAUBOLD: “Ich habe nie bewusst eine Karriere im derzeitigen gesellschaftlichen Verständnis angestrebt, sondern mich einfach angestrengt.

Ich wollte etwas erreichen, wo auch immer dies hinführt. Unterstellen wir also einmal, dass ich „Karriere“ gemacht habe und hoffentlich noch dabei bin.

Diese Karriere hat mir derzeit eine volle Arbeitswoche und die Verantwortung für über 500 Mitarbeiter beschert.

Ich glaube ganz fest, dass eine Karrierefrau drei Partner braucht: das Vorbild, den Mentor und den Unterstützer.

Ein Vorbild zu finden war für mich recht einfach.Es waren die agilen Frauen in der DDR, die Beruf, Familie und die Nöte des Alltags einfach angepackt haben. Diese Frauen waren starke und geachtete Persönlichkeiten, die ihr Leben gelebt haben. Deswegen habe ich heute manchmal zu wenig Verständnis für die ständige Diskussion, ob nun Karriere oder Familie.

Ich plädiere ganz klar für die Familie


Übrigens hat mich eines dieser Vorbilder, meine Oma, gleich noch sieben Jahre unterstützt. Sie hat in unserem Haushalt als fünftes Familienmitglied gelebt. Sie war gleichzeitig Vorbild und Unterstützer.

Ich plädiere ganz klar für Unterstützung durch die Familie. So hat die Menschheit tausende Jahre funktioniert, das kann nicht falsch sein. Nebenbei lösen sich dann noch ganz andere Probleme der Gesellschaft, aber das nur am Rande.

Meine Erfahrung zeigt, dass ein Mentor im Unternehmen enorm wichtig ist. Forsch auftretende Frauen werden immer noch schnell in die Schublade übermotiviert gesteckt. Es gibt auch andere Wörter dafür, die übrigens nicht nur von Männern gebraucht werden. Häufig stecken andere Frauen dahinter.

Ein Mentor und Förderer hilft ungemein, um sich an Herausforderungen zu versuchen, ohne diese erst über Umwege zu entwickeln. Ich halte es deswegen für ratsam und sinnvoll, sich nach einem Mentor umzuschauen. Wie dabei die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem gut balanciert wird? Nun das ist eine Kunst, die eine Frau einigermaßen beherrschen sollte.

Unterstützung heißt nicht immer einer Meinung sein!


Sind Vorbild und Mentor wichtig, so sind die Unterstützer unerlässlich. Mein größter Unterstützer und Berater war und ist mein Mann. Dabei ist es von Vorteil, dass wir, obwohl in völlig verschiedenen Branchen arbeitend, ähnliche Probleme zu lösen haben. Wirtschaftlicher Erfolg, Personalverantwortung, schwierige Kollegen usw.

Unterstützen heißt für uns nicht automatisch immer einer Meinung sein. Meine härtesten Kritikgespräche haben eher zu Hause stattgefunden, wenn mein Mann „Denen“ auch noch nachträglich Recht gegeben hat, die aus meiner Sicht völlig im Unrecht waren.

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“Ich kenne keine Frau, die verzichtet hätte”

Mittwoch, 28. Juli 2010 von Redaktion FMNL
Prof. Dr. Heike Kahlert, Uni Greifswald – Foto: privat

Dr. Heike Kahlert, Uni Greifswald – Foto: privat


Dr. Heike Kahlert lehrt und forscht am Lehrstuhl für Analytische Chemie und Umweltchemie an der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald. Sie hat drei Söhne, 14, 11 und 7 Jahre alt. “Die Jungs sind sehr selbstständig”, sagt die Alleinerziehende, die Unterstützung vor allem durch die eigene Mutter, die Großeltern väterlicherseits, Freunde und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erfährt – ein Verein, in dem sie ehrenamtlich tätig ist. Für Ostfrauen_Blog schreibt die gebürtige Brandenburgerin darüber, wie ihr der Spagat zwischen Karriere und Familie gelingt und welche Vorbilder sie prägen.

HEIKE KAHLERT: “Als die Wende kam, war ich 18 Jahre alt. Das heißt, ich habe meine Kindheit und Jugend in der DDR verlebt. Soweit ich mich erinnern kann, gab es in meinem Umfeld nicht eine Frau, die zur Betreuung der Kinder zu Hause geblieben ist und auf ihren Beruf verzichtet hätte.

Aus meiner Sicht haben die Mütter in der DDR etwas ganz besonders geschafft: Den Spagat, in der Familie das klassische Rollenbild der Haushälterin und Mutter zu erfüllen und im Berufsleben voll engagiert zu sein. Das war nur durch Organisationstalent und Selbstdisziplin zu bewältigen. Das sind Eigenschaften, die unsere Mütter sicherlich von ihren Müttern erlernt haben, die in Kriegszeiten und danach ein hartes Leben zu meistern hatten.

Unsere Generation profitiert von diesem Erbe, denn ich kann für mich sagen, dass ich diese Eigenschaften so verinnerlicht habe, dass ich manchmal überrascht bin, wenn ich darauf angesprochen werde, wie ich meine Karriere als Hochschullehrerin, meine drei Kinder und meine ehrenamtliche Tätigkeit in der DLRG unter einen Hut bekommen kann.

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“Ostdeutsche Frauen trauen sich mehr zu”

Mittwoch, 28. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Am 4. November 2010 findet der III. Kongress “Frauen machen Neue Länder – Frauenkarrieren in Ostdeutschland” in Leipzig statt. Im Interview via Skype: Die Autorin und Familienforscherin Gisela Erler, deren Unternehmen pme Familienservice die Tagung im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend realisiert.

“Es gibt sie, die anderen Männer!”

Mittwoch, 28. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Anke Domscheit-Berg mit Ihren Ehemann, Foto:oh

Frisch getraut: Anke Domscheit-Berg mit ihrem Ehemann – Foto: privat



“Hingucken lohnt sich!”, sagt Anke Domscheit-Berg. Sie hat den Mann für’s Leben gefunden und weiß, wie entscheidend die Partnerwahl für die Karriere ist. Die 42-Jährige arbeitet als Director Government Relations bei Microsoft Deutschland in Berlin. Neben ihrem Beruf engagiert sie sich für Frauen in Führungspositionen, mit dem Ziel, die so genannte gläserne Decke zu durchbrechen – welche bis heute Frauen daran hindert, in hohe Funktionen aufzusteigen. Über ihre eigenen Erfahrungen beim beruflichen Aufstieg schrieb die Mutter eines zehnjährigen Sohnes u.a. für die Zeit, die taz und ab jetzt als Anchor-Bloggerin auch für Ostfrauen_Blog.


ANKE DOMSCHEIT-BERG: “Ob mit oder ohne Kinder, Karriere machen ohne Unterstützung durch Dritte ist fast unmöglich. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen, nur dass Männer regelmäßig mit dieser Unterstützung rechnen können. Ob man bei Freunden und Familie – vor allem der angeheirateten Familie – tatkräftige und moralische Unterstützung findet, variiert sehr stark und hängt manchmal einfach von der Geographie ab.

Eine deutsche Kollegin hatte einen Schweizer geheiratet. Er war Forschungsassistent in der Wissenschaft und reduzierte seine Arbeitszeit, als sie das erste Kind bekam und den nächsten Karriereschritt im Management nahm. Sie verdiente erheblich mehr und für die kleine Familie war es eine gemeinsame Entscheidung, die beide Partner richtig und gut fanden. Die Schwiegerfamilie sah das anders. Als diese Managerin schon im fünften Monat mit dem zweiten Kind schwanger war, hatte sie der Familie ihres Mannes immer noch nichts davon erzählt, weil sie Angst davor hatte. Die beiden Schwestern und die Schwiegermutter warfen ihr schon so die ganze Zeit vor, dass sie die Zukunft ihres Mannes aus purem Egoismus ruinieren würde.

Kann man sich dieses Beispiel mit vertauschten Geschlechterrollen vorstellen? Ich kenne viele Fälle, wo Frauen auch mit höherer Ausbildung, in höherer Karrierestufe und mit höherem Einkommen zuhause bleiben, weil es sich so gehört und der Mann das so erwartet. Haben jemals ihre Familien einen Aufstand geprobt, weil ihre Zukunft ruiniert würde? Ich glaube kaum.

Männer spüren weniger Widerstände

Frauen mit Ambitionen haben es schwerer. In vielen Führungspositionen wird z.B. auch erwartet, dass man an anderen Standorten – auch im Ausland – Erfahrungen sammelt. Männer haben weniger Widerstände zu erwarten, wenn sie ihre Familie einfach mitnehmen wollen, als Frauen in der gleichen Lage. Kann man ihren Ehemännern vorwerfen, dass sie ihre Karriereplanung nicht einfach an den Nagel hängen wollen, nur weil ihre Frau jetzt eine Aufgabe in China erfüllen soll? Wohl kaum.

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“Viele Doktorantinnen haben hier Kinder”

Samstag, 10. Juli 2010 von Redaktion FMNL

Kathrin Padberg-Gehle ist 34 Jahre alt, seit wenigen Monaten die jüngste Juniorprofessorin für Angewandte Mathematik an der TU Dresden und seit Kurzem Mutter einer kleinen Tochter. Wir sprachen mit der Wahldresdnerin über ihre Karriere und ihr Privatleben – und wie sich beides unter einen Hut bringen lässt.

Juniorprofessorin TU Dresden

Kathrin Padberg-Gehle, 34 Jahre, Juniorprofessorin TU Dresden – Foto: privat


FMNL: Frau Padberg-Gehle, Sie sind Juniorprofessorin für Angewandte Mathematik. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Kathrin Padberg-Gehle: Ich bin Hochschullehrerin, d.h. meine Aufgaben liegen in der Lehre und Forschung. Dazu gehören unter anderem die Vorbereitung und Veranstaltung von Seminaren und Vorlesungen sowie die Betreuung und Begutachtung von Master- und Doktorarbeiten.

Auch die Publikation von Forschungsergebnissen in Fachzeitschriften oder der Besuch von Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil meiner täglichen Arbeit.

Die – möglichst erfolgreiche – Beantragung von Forschungsprojekten spielt natürlich auch eine große Rolle. Die Stelle als Juniorprofessorin habe ich erst vor wenigen Wochen angetreten, sodass ich erst ganz am Anfang stehe – aber alle diese Aufgaben werden in naher Zukunft auf mich zukommen.

FMNL: Die Lehrstühle in der Uni sind immer noch größtenteils von Männern besetzt. Beobachten Sie das auch an Ihrem Institut? Wird der Fachbereich Mathematik von Professoren beherrscht?

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