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Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion FMNL
Das gängige Klischee über das Leben in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländern sieht so aus: Verlassene Dörfer und Kleinstädte, hohe Arbeitslosigkeit und wachsende Fremdenfeindlichkeit, immer mehr alte Menschen und flüchtende junge Frauen – Stimmt das wirklich?
Denn trotz aller Herausforderungen bieten diese Regionen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen. Hier leben – wie wir in den vergangenen Studien gezeigt haben – selbstbewusste und starke Frauen, die die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Neuen Bundesländer maßgeblich gestalten.
Mit unserer Online-Befragung möchten wir Frauen ansprechen, die in schrumpfenden Regionen der Neuen Bundesländer – egal ob im Dorf oder in der Stadt – leben. Wir suchen Frauen, die Herausforderungen angepackt und die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt haben. Ihre Geschichten vom „Dableiben“ und „Machen“ möchten wir aufzeichnen, nacherzählen und dadurch sichtbar machen.
Wir möchten Sie herzlich einladen, an unserer Befragung teilzunehmen. Die Beantwortung der Fragen wird ca. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Alle Antworten werden anonymisiert ausgewertet.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Bitte machen Sie auch in ihrem Umfeld auf die Befragung aufmerksam.
Die Befragung wird im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer durchgeführt.
Schlagwörter: Demografie, demografischer Wandel, Ostdeutschland, strukturschwache Regionen, Studie, Umfrage, Wandel
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Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Redaktion FMNL
Unsere aktuellen Themen im Überblick:

Dr. Martina Münch, Daniela Kolbe, Torhild Barlaup und Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld (v.l.)
Ostfrauen_Blog zu Gast in Norwegen: Dank einer gesetzlichen Quote sind in norwegischen Aufsichtsräten 40 Prozent Frauen vertreten. Auch Torhild Barlaup, Chefin eines Autoreparaturbetriebs mit 175 Mitarbeitern, trifft Entscheidungen in zwei Aufsichtsräten. Wir trafen die 42-Jährige in Oslo und sprachen mit ihr über die Vorteile der Quotenregelung.
Von Heidelberg nach Cottbus nach Magdeburg: Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg Dr. Martina Münch hat sieben Kinder. Die gebürtige Heidelbergerin entschied sich im Jahr 1994 mit ihrer Familie, nach Cottbus zu ziehen und lebt seitdem in den Neuen Länder. “Die guten Kinderbetreuungsmöglichkeiten waren für uns ausschlaggebend!”
“Der Westen folgt eher dem ostdeutschen Trend”, sagt Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Juniorprofessorin an der Universität Rostock, mit Blick auf das Heiratsverhalten und die Erwerbstätigkeit von Müttern. Die 41-Jährige Mutter zweier Kinder berichtet im Blog über die wichtigsten Ergebnisse ihrer aktuellen Studie.
“Die Welt ist veränderbar”, sagt Daniela Kolbe, jüngste Abgeordnete der SPD-Fraktion im Bundestag. Ihr Wille nach demokratischer Mitgestaltung wurde geweckt, als die damals Neunjährige 1989 den Fall der Mauer verfolgte. Für Ostfrauen_Blog berichtet sie über ihren Werdegang und ihre Ziele.
Schlagwörter: Daniela Kolbe, Dr. Martina Münch, Erwerbstätigkeit, Frauen, Frauenquote, Karriere, Michaela Kreyenfeld, Mitglied des Deutschen Bundestag, Mütter, Norwegen, Studie, Torhild Barlaup, Vereinbarkeit
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Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Redaktion FMNL

Baby ohne Trauschein – In Ostdeutschland ist die Ehe kein Muss (Foto: Paul Sapiano, peasap)
“Im Heiratsverhalten und der Müttererwerbstätigkeit folgt der Westen eher dem ostdeutschen Trend”, sagt Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Juniorprofessorin an der Universität Rostock und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Ihr erstes Kind bekam sie schon kurz vor Antritt der Juniorprofessur. Inzwischen ist sie zweifache Mutter. “Das ist an meinem Institut keine Ausnahme”, sagt Kreyenfeld. Erst vor kurzem arbeitete die 41-Jährige an einer Studie über Familie in Ost- und Westdeutschland. Die wichtigsten Ergebnisse lesen Sie hier:

Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Juniorprofessorin an der Universität Rostock – Foto:oh
MICHAELA KREYENFELD: “20 Jahre nach der Wiedervereinigung würde man erwarten, dass sich die Unterschiede im Verhalten und in den Einstellungen der Menschen in Ost- und Westdeutschland angeglichen haben.
Für den Bereich Familie konnte dies bis jetzt allerdings noch nicht festgestellt werden. Ost-West-Unterschiede existieren fort, insbesondere im Bezug auf die Müttererwerbstätigkeit und das Heiratsverhalten.
Ostdeutsche Mütter sind deutlich häufiger Vollzeit erwerbstätig als westdeutsche. Im Jahr 2007 waren 50 Prozent der ostdeutschen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren Vollzeit erwerbstätig, im Westen waren es zur gleichen Zeit nur 18 Prozent.
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Schlagwörter: alte Bundesländer, Erwerbstätigkeit, Frauen, Heirat, Neue Länder, Partnerschaft, Studie
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Dienstag, 28. September 2010 von Redaktion FMNL
Bei jedem elften Paar in Deutschland kommt ein Partner aus den neuen Bundesländern, der andere aus den alten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Online-Partneragentur Parship.

Foto: Jürgen Glüe
Laut den Ergebnissen der Umfrage gibt es auch Unterschiede in der Partnerwahl: Für jede zweite Frau in den alten Bundesländern ist die finanzielle Lage des Mannes entscheidend. In den neuen Bundesländern legen 35 Prozent der Frauen Wert darauf.
Die Sorge um das Geld spielt bei deutschen Paaren eine große Rolle bei der Familienplanung: 40 Prozent der Befragten in den Neuen Ländern und jeder dritte in den Alten Ländern gaben an, wegen finanzieller Sorgen auf Kinder zu verzichten. Glücklich mit dem Sexualleben sind Paare in Ost und West gleichermaßen: Jeweils 57 Prozent aus alten und neuen Bundesländern gaben an, damit zufrieden sein.
Für die Erhebung im Auftrag der Online-Partneragentur Parship wurden 2094 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt.
Schlagwörter: Ost- und Westdeutsche, Partner, Studie
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Freitag, 16. Juli 2010 von Redaktion FMNL
Das DIW Berlin stellt neuen Führungskräfte-Monitor vor – mit ernüchternden Ergebnissen: Der Frauenanteil unter den Führungskräften der deutschen Privatwirtschaft stagniert bundesweit. Auch als Führungskräfte verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen. Und in den Spitzenpositionen der großen Unternehmen sind Frauen nach wie vor kaum vertreten. Dass die Situation für Frauen, die Top-Positionen anstreben oder bekleiden, in den Neuen Ländern tendenziell besser ist, wird der III. Kongress “Frauen machen Neue Länder” am 4. November 2010 in Leipzig zeigen.
Doch zunächst zur DIW-Studie, die die bundesweiten Zahlen betrachtet: „Die Frauen haben zwar bei der Qualifikation aufgeholt, treten aber auf der Stelle“, sagte DIW-Expertin Elke Holst im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse. „Dies ist nicht nur ungerecht, sondern auch schlecht für die Wirtschaft“, sagte dazu DIW-Präsident Klaus Zimmermann. „Denn jede Frau, die beruflich nicht in die Position kommt, für die sie qualifiziert ist, kostet uns Wachstum.“ Vor allem die Familienbildung und die Segregation auf dem Arbeitsmarkt wirkten sich negativ auf die Karrierechancen von Frauen aus. Holst forderte verbindliche Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils im Management.
Viele Frauen in Top-Positionen leben gleichberechtigte Partnerschaft
Interessanterweise zeigt die DIW-Studie, dass bei immerhin knapp jeder zweiten weiblichen Führungskraft die Arbeitsteilung im Haushalt mit dem Partner gleichberechtigt organisiert ist, wenn auch nicht von einem Trend zum Rollentausch gesprochen werden kann. Frauen in Führungspositionen übernehmen laut DWI 60 Prozent der Hausarbeit in der Partnerschaft (Männer in Top-Positionen nur 20 Prozent). Dennoch: Diese Erkenntnis bestätigt eine These, die im Zentrum des III. Kongresses “Frauen machen Neue Länder – Frauenkarrieren in Ostdeutschland” und der dazugehörigen Studie am 4. November 2010 in Leipzig diskutiert wird: Erfolg braucht gute Partner! Im Privaten ebenso wie in den Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt.
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Schlagwörter: Frauen, Karriere, neue Bundesländer, Paarhaushalte, Studie
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Donnerstag, 8. Juli 2010 von Redaktion FMNL
Frauen genügt ein niedrigeres Gehalt, um sich angemessen bezahlt zu fühlen. Dass Männer mehr verdienen, scheint sie nicht zu stören. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz. Der Grund: Frauen vergleichen ihr Einkommen mit dem anderer Frauen und nicht mit Männergehältern. Lösen lässt sich dieses Dilemma nur durch eine höhere Transparenz der Gehälter insgesamt, sagen die Forscher.
DIW-Wochenbericht – 06.07.2010. Das Einkommen, das Frauen für sich als gerecht ansehen, liegt überraschenderweise unter dem Einkommen, das Männer real erzielen. Die Zurückhaltung zeigte sich bei ungelernten Hilfskräften ebenso wie bei Akademikerinnen. Die Untersuchungsergebnisse weisen auf die Folgen von Geschlechterstereotypen und Intransparenz bei der Entlohnung hin: Da Frauen häufig in Frauenberufen tätig sind, das Lohnniveau in diesen Berufen aber niedriger ist als in Männerberufen, vergleichen sie ihr Gehalt eher mit dem anderer Frauen und stellen deshalb auch geringere Forderungen. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen kann also nicht allein durch individuelle Anstrengungen reduziert werden, solange die Entlohnungssysteme nicht transparent gemacht werden. Wenn sie die Lohnunterschiede zu ihren männlichen Kollegen sehen, werden Frauen auch höhere Forderungen stellen.
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Schlagwörter: Einkommen, Frauen, Lohnunterschiede, Studie
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Dienstag, 29. Juni 2010 von Redaktion FMNL
Ostdeutsche Frauen erwirtschaften häufiger ihren Lebensunterhalt selbst. Die Hausfrauenehe ist nahezu bedeutungslos. In Partnerschaften haben mehr Paare gleich hohe Einkommen als im Westen der Republik. Das zeigen die Ergebnisse einer im Juni 2010 veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung.
Die Zahl der Paar-Haushalte, in denen beide Partner ungefähr gleich viel zum Einkommen beitragen, ist in Ostdeutschland mit rund 44 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland (rund 28 Prozent). Sie ist in den letzten 20 Jahren in den neuen Ländern praktisch unverändert geblieben, während sie im Westen etwas anstieg. Die übergroße Mehrheit der ostdeutschen Frauen ist wirtschaftlich für sich selbst verantwortlich.
Die Hausfrauenehe ist fast bedeutungslos. Bei knapp drei Viertel aller Paare in Ostdeutschland sind beide Partner erwerbstätig. Teilzeitarbeit spielt für Frauen im Osten ebenfalls eine geringere Rolle als im Westen. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall unterscheiden sich damit Paare in Ost- und Westdeutschland beim Erwerbsverhalten deutlich. Das zeigt eine Untersuchung von Dr. Christina Klenner, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
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Schlagwörter: Frauen, Ostdeutschland, Paarhaushalte, Studie
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