Studie 2012
"Neue Gründerzeit – zielstrebig, selbstbewusst ... weiblich!"
Die Studie zum ersten Regionalkongress der Initiative „Frauen machen Neue Länder“ untersucht weibliches Gründungsgeschehen in Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt stehen die Erfolgsgeschichten von zwölf Gründerinnen und Unternehmerinnen. Darüber hinaus wertet die Studie bereits vorhandene Statistiken regionalspezifisch aus und bezieht sich auf Interviews mit Expertinnen und Experten zum Thema Gründung in Sachsen-Anhalt. Die wichtigsten Ergebnisse:
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Langfassung der Studie als Download (1,9 MB)
 
Uta Bauer präsentierte die Studie im Rahmen des V. Kongresses "Frauen machen Sachsen-Anhalt" am 01. November 2012 im Kulturwerk-fichte in Magdeburg (Foto: Sylvie Weisshäupl).
Sachsen-Anhalt beim Frauenanteil an Gründungen bundesweit Spitze. Frauen sind bei einer insgesamt niedrigen Gründungsneigung in Sachsen-Anhalt stärker am Gründungsgeschehen beteiligt als in anderen Bundesländern. Ihr Anteil an allen Selbstständigen im Land liegt mit 34,5 Prozent auf einem vergleichbaren Niveau mit den Stadtstaaten Bremen, Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Selbstständigkeit ist für Frauen aus den neuen Bundesländern eine „echte“ Alternative zur abhängigen Beschäftigung. Sie gründen überwiegend im Vollerwerb, westdeutsche Frauen hingegen eher im Neben- und Zuerwerb.
„Weil ich hier zu Hause bin“: Die Heimatbindung veranlasst Frauen, in Sachsen-Anhalt ihre Selbstständigkeit aufzubauen. Woanders als in ihrer Heimat zu gründen, stand für den Großteil der interviewten Frauen nie zur Debatte. Fast alle stammen aus den Regionen des Landes. Private und berufliche Kontakte waren besonders hilfreich für die Gründung.
Frauen kehren mit neuen Schwung und Ideen nach Sachsen-Anhalt zurück. Auswärts lernen und studieren ist das Ziel vieler junger Frauen in Sachsen-Anhalt. Hochqualifiziert kehren sie zurück und gründen mit neuen Ideen und viel Elan in ihrer Heimat – erstaunlich oft in den ländlichen Regionen. Diese Rückkehrerinnen sind ein Potenzial auf das Sachsen- Anhalt noch stärker setzen kann.
Frauen an der Spitze von naturwissenschaftlich-technischen Betrieben – in Sachsen-Anhalt keine Seltenheit. Frauen gründen bundesweit überwiegend im Dienstleistungssektor. In Sachsen-Anhalt sind Gründungen und Unternehmensübernahmen auch in klassischen „Männerbranchen“ keine Seltenheit.
Gute Rahmenbedingungen für Gründerinnen in Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalt bietet viel Raum für Ideen, neue Märkte entstehen. In vielen Branchen hat die Gründung deshalb eine reelle Chance, es gibt – anders als in Großstädten wie Berlin oder Hamburg – noch „Nischen“ zu besetzen. Die Rahmenbedingungen für Frauen in Sachsen-Anhalt, selbstständig zu arbeiten sind – egal ob mit oder ohne Kinder, ob in Partnerschaft oder alleinstehend – besonders gut. Gründungswillige Frauen finden hier ein im bundesweiten Vergleich sehr ausgeprägtes Netz an spezifischen Förderstrukturen und Beratungsangeboten, passgenau für Frauen.
Welche Motive treiben Gründerinnen in Sachsen-Anhalt an? Meist gibt es mehrere Auslöser für eine Gründung, es finden sich jedoch typische Muster: Manche Frauen gründen aus der Not, z.B. weil der bisherige Arbeitsplatz verloren geht. Andere machen sich aus Überzeugung und aufgrund eines lange verfolgten Berufswunsches selbständig. Und es gibt die Frauen, die nach vielen Jahren Berufserfahrung und Anstellungen merken, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann. Sie wollen selbstbestimmter arbeiten und haben Ansprüche an ihre Tätigkeiten, die sie am besten als Unternehmerinnen umsetzen können.
Die Studie Frauen machen Sachsen-Anhalt „Neue Gründerzeit – zielstrebig, selbstbewusst … weiblich!“ ist im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer in Kooperation mit dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung in Sachsen-Anhalt entstanden. Autorinnen der Studie sind Susanne Dähner und Uta Bauer, BiP Berlin.
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Studie 2011
"Mehr Raum für starke Frauen!"
Die ostdeutschen Bundesländer zeigen schon heute, wie der demografische Wandel durch kreative und unkonventionelle Handlungsmodelle zu bewältigen ist. Denn trotz aller Herausforderungen bieten die schrumpfenden Regionen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen. Insbesondere Frauen nutzen die Veränderungsprozesse und werden zu wichtigen Schlüsselpersonen in der Gestaltung der Gesellschaft von morgen: Sie knüpfen starke Netzwerke, tragen soziale Verantwortung und begegnen bürokratischen Hürden mit unkonventionellen und kreativen Lösungen. Die Erkenntnis, dass es dabei auf das Engagement jeder einzelnen Frau ankommt, motiviert vor allem "Rückkehrerinnen": Qualifizierte junge Frauen, die nach Ausbildung oder Studium zurück in ihre Heimatorte kehren und mit neuen Ideen das Ruder übernehmen. Ältere Frauen spielen in den Neuen Bundesländern vor allem in Politik und Verwaltung eine bestimmende Rolle.
Das sind in die wichtigsten Ergebnisse der Studie "Mehr Raum für starke Frauen", für die 371 Frauen in den Neuen Ländern im Rahmen einer Online-Umfrage befragt wurden, davon 250 Frauen aus ländlichen Regionen und Klein- und Mittelstädten. Darüber hinaus stellt die Studie14 Frauen in Porträts vor, die mit ihren Projekten und Unternehmen in unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen und Gesellschaftsbereichen direkt auf den demografischen Wandel reagieren und positive Veränderungsprozesse vorantreiben. Die Studie wurde im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer von der pme Familienservice GmbH realisiert.
Langfassung der Studie
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